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Corona-Virus: Weitgehender Verzicht auf Veranstaltungen in der Pfarrei St. Joseph

Wie ist angesichts der Verbreitung des Corona-Virus mit dem Patronatsfest (Festmesse in der Pfarrkirche und Empfang in Haus Eintracht) am Sonntag umzugehen? Diese Frage ist am Mittwoch (11.03.) von Mitgliedern des Pfarrgemeinderats per E-Mail diskutiert worden, gerade unter dem Aspekt, dass zur Zielgruppe dieser Feier die Risikogruppen der älteren Menschen und Personen mit einem geschwächten Immunsystem gehören.

Damit innerhalb kürzester Zeit eine notwendige Entscheidung getroffen werden konnte, wurde dem Vorschlag von Pfarrer Mattauch, diese Entscheidung in der Sitzung der Pastoralkonferenz am Donnerstag (12.03.) zu treffen, seitens der PGR-Mitglieder nicht widersprochen und von Theo Szewczyk, dem Vorsitzenden des PGRs, sowie Tobias Alshut, dem stellvertretenden KV-Vorsitzenden, unterstützt.

Zum Hintergrund:

Die Stadt Gelsenkirchen hat am 11. März nach einer Weisung des zuständigen Ministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen ab sofort alle Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen bis auf weiteres abgesagt. Darüber hinaus verzichtet die Stadt auf alle eigenen Veranstaltungen, deren Durchführung nicht unbedingt notwendig ist, egal welche Besucherzahl erwartet wird. Dies umfasst Informationsveranstaltungen, Feste und alle weiteren Formen von Veranstaltungen. Auch der Arbeitskreis Schalke-Nord im Rahmen des Stadterneuerungsprozesses und ebenso das Boule-Turnier in Schalke, an denen Mitglieder der Pfarrei teilgenommen hätten, wurde abgesagt.

Die Stadt Gelsenkirchen empfiehlt dringend, allen – aus ihrer Sicht externen Veranstaltern zu denen auch die Pfarrei St. Joseph gehört – ähnlich zu verfahren, um weitere Ansteckungen zu verzögern.

Aus der Pastoralkonferenz:

In der Sitzung der Pastoralkonferenz (an der neben den Seelsorger*innen aus der Pfarrei, der Amigonianer und der JVA, Mitarbeitende der Verwaltung, der Amigonianer, der KiTas sowie der Kirchenmusiker und der Pfarrgemeinderatsvorsitzender teilnehmen) wich die Tagesordnung dem Sonderthema Corona-Virus: die Anliegen der PGR-Mitglieder und der Stadt Gelsenkirchen sind eingehend erörtert worden sowie das Für-und-Wider der Absage von Veranstaltungen und Treffen innerhalb der Pfarrei konsequent weitergedacht worden.

Ergebnisse:

  • Die Festmesse zum Patrozinium wird in der Pfarrkirche St. Joseph am Sonntag, 15. März, um 11 Uhr gefeiert. Der anschließende Empfang in Haus Eintracht entfällt.
  • Alle Veranstaltungen, Treffen, Gruppenstunden sowie Zusammenkünfte jeglicher Art der Verbände, Gruppen und Gemeinschaften unserer Pfarrei in allen Gemeindehäusern und Jugendheimen werden bis einschl. Ostern (13.04.) ausgesetzt. Dies gilt auch für Angebote wie den Chorworkshop „Praise & Worship“ und die Musik zur Passionszeit.
  • Die Messfeiern und Gottesdienste werden nach Plan und/oder wie angekündigt in den Kirchen und der Michaelskapelle gefeiert.
  • Die Ausgabe von Lebensmitteln und Getränken ist in den Kirchen und andern Orts zunächst bis Ostern zu unterlassen.
  • Die Angebote Offene Kirche in der Fastenzeit, Mo-Do von 16-18 Uhr, und Offene Kirche Schalke in der Pfarrkirche St. Joseph, die in der Pfarrkirche St. Joseph angesiedelt sind, sollen vorerst weiter stattfinden. Es erscheint den Mitgliedern der Konferenz wichtig, gerade in dieser Zeit für die Menschen da zu sein. Die vorgeschriebene „social distance“ kann bei diesen Angeboten sehr gut eingehalten werden.

Maßnahmen für Gottesdienste:

Bereits zum 8. März ist die Pfarrei St. Joseph den Empfehlungen der Deutschen Bischofskonferenz und dem Bistum Essen gefolgt und verzichtet in den Hl. Messen auf die Kelch- und Mundkommunion. Vor der Kommunionausteilung sollen sich die Kommunionhelfer*innen und Priester die Hände mit Seife waschen. Alle Gottesdienstteilnehmer*innen sind aufgerufen auf den Friedensgruß durch Händeschütteln zu verzichten. Ein freundliches Zulächeln und die Worte „der Friede sei mit dir“ kann jetzt ein angemessenes Friedenszeichen sein.

Alle genannten Maßnahmen gelten der Vorbeugung und Verzögerung weiterer Ansteckung. Viele Menschen können Überträger des Corona-Virus sein, ohne es selbst zu merken. Wir unterstützten den Gesundheitsdezernenten unserer Stadt, Luidger Wolterhoff, der sagt: „Es geht jetzt darum, weitere Ansteckung möglichst zu verzögern, damit gerade für ältere und vorerkrankte Menschen stets Kapazitäten im Gesundheitssystem vorgehalten werden können.“

Desweitern wird jede*r aufgerufen, für sich selbst zu entscheiden, ob sie oder er an Gottesdiensten teilnehmen möchte. Besonders Personen mit Vorerkrankungen wird dringend empfohlen, eine Teilnahme sorgsam abzuwägen.

Wir bitten um Ihr und Eurer Verständnis.

Bitte beachten Sie der Maßnahmenkatalog bezieht sich auf den heutigen Stand, 13. März 2020, 15 Uhr.


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