Bruder, Apostel und Blutzeuge

30. November: Gedanken zum heiligen Andreas

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Sie haben etwas Tolles erlebt und können es nicht für sich behalten. Es muss einfach raus und weitererzählt werden.

So erging es auch Andreas.

Gemeinsam mit seinem Bruder Simon – der später von Jesus Fels (Petrus) genannt wurde – übte er den Beruf des Fischers aus. Andreas war ein frommer Jude und glaubte an die Verheißung der Propheten, dass Gott den Messias schicken würde.

Er schloss sich zunächst Johannes dem Täufer an und begegnete eines Tages Jesus.

Er war so begeistert, dass er mit seinem Bruder Kafarnaum verließ, um Jesus nachzufolgen. Deshalb gelten Andreas und Petrus heute als die ersten Apostel.

Er war wohl auch im Kreise der Zwölf beim Abendmahl in Jerusalem, bei der Himmelfahrt und an Pfingsten anwesend.

Nach dem Tod Jesu ging Andreas auf Missionsreisen durch verschiedene Länder. Während einer dieser Reisen erlitt er der Überlieferung nach am 30. November im Jahr 60 nach Christus im griechischen Patras an einem X-förmigen Kreuz das Martyrium.

Wegen ihm heißt ein X-förmiges Kreuz bis heute Andreaskreuz und ist vor allem als Verkehrszeichen vor Bahnübergängen bekannt.

Warum hat Andreas heute noch eine Bedeutung?

In Jesus hat Andreas den Messias, die Sehnsucht des jüdischen Volkes gefunden. Diese Entdeckung kann er nicht für sich behalten. Diesen Herrn Jesus und seine Sendung muss er weitersagen.

 

So wird Andreas für seinen Bruder und für die Völker, zu denen er später gezogen ist, zum Boten des Glaubens. Seine Botschaft ging in die ganze Welt hinaus und ist auch zu uns gedrungen.

 

„Komm, folgt mir nach. Ich werde euch zu Menschenfischern machen.“

Auf diesen Ruf des Herrn hin lässt er alles liegen und stehen und folgt Jesus. Er geht das Wagnis mit ihm ein. Auf was er sich da einlässt, weiß er nicht: So wie sein Bruder Petrus wird auch er einmal wie Jesus selbst am Kreuz enden und dort seine Voll-Endung finden.


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