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  • Chronik - Unsere Kirche
  • Chronik der kath. Kirchengemeinde

    St. Joseph Gelsenkirchen-Schalke

    1085  

    Vor 1085 gab es bereits eine kleine Kirche in Gelsenkirchen.Sie war dem Hl. Georg geweiht.

    1246  

    Erste Nennung des Ortes Schalke in den Akten des Essener Damenstiftes.

    1615  

    Seit der Konfessionsspaltung 1615 musste die St. Georgskirche von beiden Konfessionen simultan genutzt werden. Daher wurde der Bau der St. Augustinus-Kirche angestrebt.

    1843

    Ende der Simultannutzung der St. Georgs-Kirche durch Bau der St. Augustinus-Kirche, die Weihe erfolgte 1845.

    1865

    Beginn der Kohlenförderung am Schalker Markt auf der Zeche Consolidation

    1868

    Im Zuge der Industrialisierung wurde das Amt Gelsenkirchen gegründet.

    1871 

    Errichtung der katholischen Josefs-Schule an der Wilhelminenstraße.

    1872

    Der St. Josef-Arbeiterverein in Schalke wird gegründet, er ist der erste kirchliche Verein.

    1872  

    Mit dem Bau einer Notkirche in Schalke wurde 1872 begonnen.

    1874  

    Ab 1874 wurden regelmäßig Gottesdienste in der Notkirche durch Vikare aus Gelsenkirchen gefeiert.

    1876  

    Gründung des Amtes Schalke. Dieses umfasst neben Schalke die Braubauerschaft, Bulmke, Heßler und Hüllen.

    1885

    Baubeginn der St. Josefs-Kirche an der Kaiserstraße (heute: Kurt-Schumacher-Straße). Begonnen wurde mit dem Bau der Krypta.

     

    1886

    Am 26.05.1886 wird feierlich der Grundstein zur Josefs-Kirche gelegt.

    1889  

    Gründung des Borromäusvereins in St. Josef mit eigener Bibliothek.

    1891 

    Am 08.03.1891 wurde St. Josef Schalke kanonisch als selbständige Pfarrei im Erzbistum Paderborn errichtet. Erster Pfarrer wurde Franz Anton Kemper, der bereits seit 1882 als Religionslehrer und Seelsorger in Schalke tätig war.

    1891

    Gleichzeitig wurden die Kirchengemeinden St. Franziskus Braubauerschaft (ab 1900 Bismarck) und Mariä Himmelfahrt Rotthausen selbständige Pfarreien im Erzbistum Paderborn.

    1892

    St. Josef Schalke wird mit den kath. Pfarreien Gelsenkirchen, Braubauerschaft und Rotthausen in das neue Dekanat Wattenscheid eingegliedert

    1892

    Der katholische Friedhof „Am Stäfflingshof“ wurde durch die Schalker Gemeinde angelegt, im Februar 1893 war  die erste Beerdigung.

    1894

    An Allerheiligen im Jahr 1894 wurde der 1. Gottesdienst in der neuen St. Josefs-Kirche gefeiert.

    1896

    Am 20.6.1896 wurde die St. Josefs-Kirche durch Weihbischof Gockel aus Paderborn feierlich konsekriert.

    1897

    Die junge Pfarrgemeinde St. Josef Schalke zählt 13.146 Katholiken. Zur Gemeinde zählen auch 16 kirchliche Vereine.

    1899

    In der Sylvesternacht 1899/1900 läuten zum ersten Mal die neuen Glocken der St. Josefs-Kirche 

    1903

    Mit Gründung der Großstadt Gelsenkirchen am 01.04.1903 endet das Amt Schalke.

    1904

    Friedrich Grüne wird neuer Pfarrer an St. Josef Schalke

    1904

    Am 04.05.1904 wird der Fußballverein „Westfalia Schalke“ gegründet, der 1924 in Schalke 04 umbenannt wurde und heute einer der erfolgreichsten deutschen Fußball-Clubs ist.. 

    1908

    St. Josef Schalke wird in das neu errichtete Dekanat Gelsenkirchen eingegliedert. Zur besseren Unterscheidung mit der Pfarre St. Josef in Ückendorf schreibt sich die Schalker Gemeinde nun mit „ph“ am Ende, also St. Joseph.

    1910

    Das im Jugendstil erbaute Gesellschaftshaus „Haus Eintracht“ wird eingeweiht, es ist als Begegnungsstätte für die immer stärker wachsende Zahl der Vereine gedacht.

    1913

    St. Joseph Schalke zählt rund 19.000 Katholiken, 33 kirchliche Vereine mit knapp 11.000 Mitgliedern, 5 kath. Volksschulen mit 4.500 Kindern.

    1914

    Am 28.07.1914 bricht der 1. Weltkrieg aus.

    1917

    Die Glocken der St. Josephs-Kirche werden zu Kriegszwecken eingezogen.

    1921

    Die Schalker Filialgemeinde Mariä Himmelfahrt (später St. Elisabeth) in Heßler wird am 01.06.1921 selbständige Pfarrei. St. Antonius Feldmark wird eMonate später, am 01.11.1921 selbständige Pfarrei.

    1922

    Konrad Hengsbach, der Onkel des späteren 1. Bischofs von Essen, wird Pfarrer an St. Joseph.

    1923  

    Die St. Josephs-Kirche erhält ein neues Bronzegeläut, das dem alten Te-Deum-Geläut nachgegossen wurde.

    1928

    Gelsenkirchen wird durch die Eingliederung von Buer und Horst zur „Zwei-Diözesen-Stadt“    . Während der Norden der Stadt kirchlich zum Bistum Münster gehört, bleibt die bisherige Stadt Gelsenkirchen im Bistum Paderborn. Dieser Zustand ändert sich erst 1958 mit der Gründung und Eingliederung in das neue Bistum Essen.

    1931  

    Die 40. Schalker Kevelaer-Wallfahrt wird unter großer Beteiligung durchgeführt.

    1939

    Am 01.09.1939 beginnt der 2. Weltkrieg.

    1940  

    Die 50. Schalker Kevelaer-Wallfahrt wird vom NS-Regime wegen des Krieges verboten.

    1941   

    50-jähriges Jubiläum der Pfarre St. Joseph Schalke

    1943

    Die Glocken der St. Josephs-Kirche werden zum 2. Mal zu Kriegszwecken zwangsweise eingezogen, jetzt als sogenannte „Buntmetallspende“ deklariert.

    1944

    Am 6. November 1944 sinkt die Pfarrkirche St. Joseph und das Pfarrhaus im Bombenhagel in Schutt und Asche. Die Schwester von Pfarrer Hengsbach, seine Haushälterin, kam dabei im Pfarrhaus ums Leben.  Schalke brennt 8 Tage lang und wird zu 90 % zerstört.

    1945

    Am 5. März 1945 wird auch die Notkirche ein Opfer der Bomben.

    1945

    Am 8./9. April 1945 wird Schalke durch Truppen der Alliierten eingenommen. Der Krieg war damit beendet.

    1945

    In der „Eintracht“ wird ab Mai 1945 eine Notkirche für die katholische und evangelische und für die Baptisten-Gemeinden eingerichtet.

    1950

    Die 50. Schalker Jubiläums-Wallfahrt nach Kevelaer kann endlich durchgeführt werden.

    1951   

    Am 19. März 1951 beginnt der Wiederaufbau der Josephs-Kirche.

    1952   

    Am 22.04.1952 wird Pfarrer Franz Kohle zum Pfarrer an St. Joseph ernannt.

    1953   

    Am 2. August 1953 wird der neue Altar in der fertiggestellten Kirche durch Erzbischof Lorenz Jaeger aus Paderborn feierlich eingeweiht. Das Gotteshaus an sich musste nicht neu geweiht werden, da die 12 Weihepunkte (Apostelkreuze) den Bombenhagel überstanden.

    1953   

    Das Marien- und Josephs-Fenster werden am Hochaltar eingesetzt (siehe Bild rechts).

    1953 

    Am 10. Oktober 1953 ertönen endlich wieder die neuen Glocken.

    1953   

    Zu Weihnachten 1953 erklingt auch wieder eine Orgel, die die Gemeinde St. Joseph von der Propsteigemeinde aus der Kapelle des alten Marienhospitals an der Ringstraße erhielt.

    1957   

    Das Pfarrhaus ist wieder aufgebaut.

    1958

    Schalke 04 wird zum 7. Mal Deutscher Meister, die Siegesfeier findet im Haus Eintracht der Gemeinde St. Joseph statt.

    1958   

    Errichtung des Bistums Essen. Erster Ruhrbischof ist der Neffe des verstorbenen Schalker Pfarrers Konrad Hengsbach (+1952), Dr. Franz Hengsbach, vorher Weihbischof in Paderborn. St. Joseph gehört jetzt zum Bistum Essen.

    1959   

    Von 1959-1961 wurde der bis dahin noch im Rohbau befindliche Innenraum der Kirche renoviert, ausgemalt und mit farbigen Glasfenstern ausgestattet. Dabei kamen auch das Marien- und Josephs-Fenster an ihren heutigen Platz oberhalb der beiden Seiteneingänge.

    1963   

    Einweihung der Friedhofskapelle am Stäfflingshof.

    1964   

    Einweihung des Kindergartens an der Dresdener Straße.

    1967

    Das des Klosters der Armen Dienstmägde Christi wurde aufgelöst, das seit 1871 (mit kurzer Unterbrechung: 1874-1884) bestanden hatte.

    1968 

    Der 1. Pfarrgemeinderat neuer Art wird gewählt.

    1970   

    St. Joseph erhält eine Breil-Orgel mit 42 klingenden Registern.   

    1973   

    Pfarrer Lothar Behnke wird am 23. September 1973 als Pfarrer an St. Joseph in sein Amt eingeführt.

    1975   

    Die bisher unvollendeten Türme werden mit Kupfer-Turmhelmen versehen.

    1977

    Am 10. Juni 1977 wird der Grundstein für den Neubau der „Eintracht“ gelegt.

    1985

    Beginn einer umfassenden Innenrenovierung, die der Kirche das heutige Aussehen brachte.

    Nur der Taufstein in der Mitte aus der St. Anna-Kirche in Schalke-Nord kam erst 2007 an diesen Platz

    1991

    Die Pfarrgemeinde St. Joseph Schalke feiert ihr 100-jähriges Bestehen.

    2000   

    Pfarrer Rainer Gessmann tritt sein Amt als Pfarrer an St. Joseph an.

    2007   

    Am 2. September 2007 wird die Pfarrgemeinde St. Joseph Schalke mit den drei Nachbargemeinden Heilige Dreifaltigkeit-Haverkamp (mit Filialkirche St. Franziskus-Bismarck), St. Antonius-Feldmark und St. Elisabeth-Heßler zur neugegründeten Pfarrei St. Joseph Gelsenkirchen zusammengelegt. Gleichzeitig wird die Gemeinde St. Anna-Schalke-Nord der Gemeinde St. Joseph zugeordnet.

    2007   

    Der neu gegründete Pfarrverbund St. Joseph-Gelsenkirchen hat ca. 18.500 Gemeindemitglieder.

    2008   

    Pfarrer Hans-Thomas Patek tritt sein Amt als Pfarrer der Pfarrgemeinde St. Joseph Gelsenkirchen an.


    Am Ende dieser Chronik möchte ich aus dem Buch „Schalke 91“ von Professor Dr. Hans Jürgen Brandt einige Sätze sinngemäß wiedergeben:

    „.....Woran dachten die Schalker Katholiken vor rund 140 Jahren zuerst, als sie die Vision der nun bald 120 Jahre alt werdenden Pfarrei St. Joseph hatten? Sie dachten mit der Errichtung der Josephsschule zuerst an die religiöse und schulische Bildung ihrer Kinder, also an die nächste Generation.

    Wenn die heutige Generation in Schalke weiter so denkt, wird St. Joseph noch lange Bestand haben.“


    Wenn Sie noch andere interessante Daten kennen oder Bilder zur Geschichte der Gemeinde St. Joseph haben, wenden Sie sich bitte per E-Mail an: h-deckers(at)gmx.de


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     Farb-Fotos: © 2009 Hubert Deckers, Pfarrarchiv St. Joseph

    SW-Fotos:   © Pfarrarchiv St. Joseph

    Texte: H. Deckers

    Quellenhinweis:

    Pfarrarchiv St. Joseph

    Buch „Schalke 91“ von Professor Dr. Hans Jürgen Brandt

    Karte des Bistums Essen.