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  • Besonderheiten und Symbole U-Z
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    Die Kirche St. Joseph-Schalke
    Besonderheiten - Symbole – Wissenswertes
     
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    U-Z
    Vier Elemente
    Die vier Rundfenster im Obergaden stellen die vier Elemente dar:
    Erde - Luft - Wasser - Feuer
    Die vier Elemente symbolisieren die Schöpfung selbst, sie sind die Eckpfeiler der Schöpfung. In der Materie ermöglichen sie Leben, haben aber gleichzeitig die Kraft der furchtbarsten Zerstörung. Erde, Wasser und Luft sind die Lebensräume der Schöpfung.
    In vier Rundfenstern wird das Element Erde symbolisiert, dargestellt durch drei Hasen, auch Symbol für die Dreifaltigkeit Gottes und Zeichen für die Verbundenheit der Gemeinde mit dem Erzbistum Paderborn, dem Schalke früher angehörte.
    In vier Rundfenstern wird das Element Luft symbolisiert, dargestellt durch drei Tauben, auch Symbol für Friede und Freiheit, aber auch für die Dreifaltigkeit Gottes.
    In vier Rundfenstern wird das Element Wasser symbolisiert, dargestellt durch drei Fische, auch Symbol für das Leben schlechthin, Symbol der Christen und hier auch für die Dreifaltigkeit Gottes.
    In vier Rundfenstern wird das Element Feuer symbolisiert, dargestellt durch Phönix, den Feuervogel, der aus dem Feuer ersteht. Er ist auch Symbol für die Auferstehung und die Unsterblichkeit, Symbol für den Triumph über den Tod.
     
    Vierzehnheilige = Vierzehn Nothelfer
    Die Nothelfer sind 14 spezielle Schutzheilige der katholischen Kirche. Sie stammen fast alle aus der Frühzeit der Christenheit. Die Blütezeit der Verehrung lag wohl in den Zeiten der großen Pest-Epidemie im 14. JH und in den Notzeiten des 30jährigen Krieges, darum Nothelfer. Heute sind manche der Nothelfer in Vergessenheit geraten. Bei diesen 14 Nothelfern handelt es sich im Einzelnen um:
    3 Bischöfe: Blasius + Dionysius +
                       Erasmus
     
    3 Frauen: Barbara + Katharina     
                     Margareta
     
    3 Ritter/Krieger: Achatius +
                     Eustachius + Georg
     
    1 Einsiedler: Ägidius
     
    1 Arzt: Pantaleon   1 Geistlicher: Cyriacus    1 Riese: Christophorus
     
    1 Knabe: Vitus 
    In unserer Kirche begegnen wir regelmäßig dem Hl. Blasius beim Blasiussegen, der Hl. Barbara im Kirchenfenster und dem Hl. Christophorus, ebenfalls im Kirchenfenster.  
    Als eine der 14 Nothelfer wird die Hl. Barbara besonders zum Schutz vor jähem Tod und als Beistand der Sterbenden angerufen.
    Der Blasiussegen geht auf das volkstümliche Wunder der Heilung des Jungen mit der Fischgräte zurück, wobei zwei geweihte Kerzen gekreuzt vor den Hals gehalten werden, was bei Halsschmerzen, Ersticken und anderen Halserkrankungen durch die Fürsprache des Hl. Blasius helfen soll.
    Der Hl. Christophorus gilt als Schutzpatron der Pilger und Kraftfahrer. Er wird angerufen, um alle, die auf dem Wege sind, vor einen jähen Tod zu schützen.
     
    Vortragekreuz
    Vortragekreuze werden bei Prozessionen und Wallfahrten aber auch Kirchenein- und Auszug, sowie oft bei Beerdigungen vorangetragen. Dies geht zurück auf das Jesuswort "Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach". Bei Gebetsprozessionen (Bittgängen, Kreuzweg) wird der Corpus des Kreuzes zu den nachgehenden betenden Menschen gedreht, damit sie den Gekreuzigten vor Augen haben. Bei anderen Prozessionen, z.B. an Fronleichnam und beim Ein- und Auszug zeigt der Corpus in die Gehrichtung, d.h., er weist ihnen den Weg.  

    Waage
    Sie ist das Symbol für die Gerechtigkeit. Wir sehen den Heiligen Michael im Fenster oberhalb des Mittelportals an der Turmseite als Gerichtsengel beim Jüngsten Gericht, in der Hand die Waage.
     
    Wasser
    Wasser kommt in unserer Kirche in verschiedenen Formen und auch zu verschiedenen Anlässen vor, so z.B. als Weihwasser im Weihwasserbecken; als Weihwasser, mit dem der Priester die Gläubigen an bestimmten Festtagen (so z.B. Ostern) segnet; oder als Taufwasser. Wasser ist das Symbol für den Quell allen Lebens. Im christlichen Glauben ist Weihwasser das reinigende Element. Die mit Wasser vollzogene Taufe ist ein Symbol für das Leben nach dem Tod.
     
     
     
    Weihnachtskrippe
     
    Die Weihnachtskrippe ist das Symbol für die Menschwerdung Gottes in Jesus und für die unbedingte Solidarität Gottes zu allen Menschen, insbesondere den Benachteiligten unserer Gesellschaft. In unserer Kirche sehen wir die Weihnachtskrippe jedes Jahr in der Weihnachtszeit vor dem Marienaltar.
     
    Weihwasserbecken
    Das Weihwasser Sinnbild des Lebens, Symbol unseres Glaubens. Beim Betreten der Kirche nimmt man etwas Weihwasser und bekreuzigt sich, um so an das eigene Getauftsein zu erinnern. Daher sind Weihwasserbecken oft wie Taufbecken gestaltet. Das sieht man sehr gut in unserer Kirche an dem großen Weihwasserbecken in der Mitte des Turm vor dem Hauptportal.
     
     
    Weihnachtsbaum
    Der Christbaum gilt als Weihnachtssymbol, er ist Symbol für die Geburt Christi. Er soll an den Paradiesesbaum erinnern.
    In ihm verbindet sich die Symbolik des Baumes mit dem des Lichtes.
    Darum wird auch in der Kirche jedes Jahr zur Weihnachtszeit der Altarraum mit Weihnachtsbäumen geschmückt.
     
     
     
     
    Weihrauch
    Weihrauch hatte schon in der frühchristlichen Zeit eine religiöse Bedeutung. Indem Weihrauch verbrannt wird und den Raum erfüllt, wird er zum Symbol für das nach oben steigende Gebet und die Verehrung Gottes. Den Gebrauch von Weihrauch erleben wir oft bei den Sonntagsmessen in unserer Kirche.
      
    Weinstock
    Der Weinstock ist das Symbol für Christus, er schenkt den Gläubigen Kraft, wenn
    sie mit ihm verbunden bleiben. So erinnern uns Weinstock und Trauben immer wieder daran, dass wir alle die Reben im Weinberg Gottes sind. Wir sehen in unserer Kirche Blätter des Weinstocks und Trauben an den Kapitellen der Säulen gegenüber dem Hauptportal.
     
    Wetterhahn
    Der Hahn auf der Kirchturmspitze hat wohl mehrfache Bedeutung. Zwei Beispiele seien hier angeführt:
    Der Hahn kündigt mit seinem Krähen den nahenden Tag an. Er weist so auf das kommende Licht hin, das die Nacht überwindet. Er ist also gleichsam Symbol für christliche Hoffnung, wie sie in Jesus Christus als dem Überwinder des Todes, der Dunkelheit, verkörpert wird. Als Verkünder des nahenden Lichtes ist der Hahn Hinweis auf Jesus Christus als Licht der Welt.
    Bekannter ist das zweite Motiv: Der Hahn als Mahner. In dieser Funktion weist er auf die Nacht der Gefangennahme Jesu hin und auf die Verleugnung durch Petrus. „Ehe der Hahn kräht, wirst Du mich dreimal verleugnen“, hatte Jesus zu Petrus gesagt, als dieser ihm hoch und heilig versprach, immer und unter allen Umständen zu ihm zu halten. Als Mahner auf Kirchtürmen will der Hahn also sagen: Mach es nicht wie Petrus. Verleugne nicht deine besten Freunde, verleugne nicht Gott, auch dann nicht, wenn es gerade bequem und opportun wäre.
     
     
    Wolke
    Die Wolke ist ein Symbol für Gottes Beziehung zu dieser Welt, seiner Nähe und seiner Gegenwart. Dieses Symbol sehen wir im rechten Chorfenster oben bei der Himmelfahrt Christi, dort symbolisiert sie auch die Herrlichkeit Gottes. 
     
    Zahlensymbolik
    Zahlen haben eine große symbolische Bedeutung. Auch im Alltaqsleben ordnen wir ihnen oft spontan einen Sinn zu, so z.B.:
    Die zehn Finger unserer Hände = Dezimalsystem,
    die zwei Geschlechter von männlich und weiblich, zwei Augen, Ohren, Hände, Füße,
    die Zahl zwölf, die den Tag und die Nacht in Stunden strukturiert, das Jahr in Monaten,
    die sieben Wochentage prägen unser Empfinden, u.s.w..
    In der Kirch haben Zahlen ihre eigene Symbolik:
     
    Eins: Sie ist das Symbol der ungeteilten Einheit, Quelle und Wurzel aller anderen Zahlen und daher in ihrer Absolutheit auch das Bild Gottes und daher nicht darstellbar.
     
    Zwei: Die Zahl ist das Symbol für Dualität, die in der Kirche in verschiedener Form auftritt, so. z.B. in Adam + Eva, in Gut + Böse, Altes + Neues Testament, u.s.w.. Adam und Eva sehen wir im linken und im rechten Chorfenster unten.
     
    Drei: Die Zahl drei ist ein Symbol der geistigen Vollkommenheit und Vollendung. Im christlichen Glauben ist sie das passendste Symbol der Dreifaltigkeit (Gott, Jesus u. Heiliger Geist). Die Drei steht ebenso für die 3 göttlichen Tugenden: Glaube, Hoffnung und Liebe. Wir finden diese Zahl in den 3 Portalen im Turm und in den Fenstern im Obergaden mit den Abbildungen der 3 Fische, 3 Tauben und 3 Hasen und in den 3 Altären = Zelebrationsaltar, Marienaltar, Josephsaltar. Mehr dazu unter dem Stichwort Dreifaltigkeitssymbol.
     
    Vier: Im Mittelalter bezog sich die Vier auf ein zeitlich und räumlich begrenztes Weltmodell. Sie war das Symbol für die weltliche Vollkommenheit, so z.B. vier Himmelsrichtungen, vier Jahreszeiten (Frühling, Sommer, Herbst und Winter) usw., vier Elemente (Erde, Wasser, Feuer, Luft). Außerdem zählt man: vier Evangelisten (Markus, Matthäus, Lukas, Johannes).
    Das Kreuz ist ursprünglich ein Weltsymbol, das die Verbindung von materieller Welt (horizontaler Balken) und geistiger Welt (vertikaler Balken) darstellt. Gleichzeitig ist das Kreuz in vielen Kulturen das Sinnzeichen der 4 Himmelsrichtungen, also Zeichen der sichtbaren Welt - Sinnzeichen der flachen Erde (der Lebensraum des Menschen). So finden wir diese Zahl auch in den 4 Fenstermotiven im Obergaden = 4 Elemente, an den Türgriffen der äußeren Eingangstüren im Westwerk = 4 Evangelistensymbole, je 4 Fenster mit männlichen und weiblichen Heiligen im Längsschiff der Kirche.
     
    Fünf: Ein bekanntes 5er-Symbol ist das Pentagramm, ein fünfzackiger Stern. Ebenso bekannt sind aus der Bibel die fünf klugen Jungfrauen und die fünf Wundmale Christi. Wir sehen die fünf Wundmale Christi in unserer Kirche im mittleren Chorfenster im Auferstehungsfenster, ebenso im Fenster des Hl. Franziskus, wo aber das 5. Wundmal durch die Kutte verdeckt ist. Fünf Glocken im Turm der Kirche rufen mit ihrem fünfstimmigen Te-Deum-Geläute die Gläubige zum Gottesdienst.
     
    Sieben: Sie ist das Symbol für irdische und geistige Vollkommenheit, also drei + vier, Gott + die Welt, vereint.
    Am siebten Tag war die Schöpfung vollendet; in der Offenbarung des Johannes spielt die Zahl eine große Rolle, so z.B. das Buch mit den sieben Siegeln, welches wir im Mosaik über der linken Eingangstür im Westwerk finden. Völlig unbewusst tragen wir im VATER UNSER sieben Bitten vor Gott oder singen im Lied „Heilger Geist o Tröster mein...“, GL 844, um die Gewährung der sieben Gaben des Heiligen Geistes. Häufiger erleben wir zwar die Spendung eines der „Sieben Sakramente“: Taufe – Eucharistie – Firmung – Buße – Ehe – Priesterweihe – Krankensalbung, ohne sie aber in diesem Zusammenhang zu sehen. Noch schwieriger wird es aber bei den „Sieben Werken der Barmherzigkeit“: Hungrige speisen - Dürstende tränken - Nackte bekleiden - Obdachlose beherbergen - Kranke besuchen - Gefangene erlösen - Tote bestatten.

    Acht: Der Zahl kommt eine zentrale Bedeutung zu, weil die Zahl "acht" auf die sieben Tage der Schöpfung folgt, die die gesamte menschliche Existenz umfasst und die in der "Acht" überboten wird. Sie ist somit das Symbol für die neue Schöpfung, die mit dem Tod und der Auferstehung Christi beginnt und in die wir durch die Taufe hineingenommen werden. Die Zahl ist also das Symbol für die Auferstehung und das ewige Leben. Aus diesem Grund wurden auch Taufsteine achteckig gestaltet, wie wir es am alten Taufstein im linken Querschiff sehen können. Acht Stufen führen in unserer Kirche vom Kirchenschiff zum Tabernakel. Die Zahl Acht ist hier das Symbol für die Auferstehung und den Neuanfang. Außerdem sehen wir im runden Fenster im Turm ein Tatzenkreuz mit acht Ecken (s. Foto links), was wiederum auf die „Acht Seligpreisungen“ hinweist. 

    Neun: Die Zahl steht als 3x3 in Bezug zur Dreifaltigkeit, sie ist die Zahl der Engelchöre. In den 3 verschiedenen Motiven der Rundfenster im Obergaden sind 3x3= 9 Tiere abgebildet, die 3 x die Dreifaltigkeit darstellen.
     
    Zehn: Die Zahl gewinnt besondere Bedeutung im Andreaskreuz, im griechischen Buchstaben „X“ im Christussymbol. Die Zahl ist eine magische Grenze, da sie den Anfang und das Ende aller Zahlen darstellt, so steht sie insbesondere für Ordnung, Vollendung, Absolutheit. In unserer Kirche sehen wir z.B. in einem Fenster auf der Orgelempore König David mit seiner Harfe, die immer 10 Saiten hat. König David gilt als Dirigent der himmlischen Musik und der 10 Himmelssphären.
     
    Elf: Die Zahl Elf ist eine negativ geladene Zahl. Wenn man z.B. Abbildungen von nur 11 Aposteln sieht, so weist dieses immer auf den Verrat des Judas an Christus hin.
     
    Zwölf: Zwölf steht für die zwölf Stämme Israels, die im neuen Bund durch die zwölf Apostel repräsentiert werden. Zwölf Pfeiler finden sich daher oft im Chor gotischer Kathedralen und stehen für die Apostel, auf denen das Gebäude, d.h. die Überlieferung von Jesus Christus, ruht. Diese zwölf Pfeiler finden wir auch in unserer Kirche, sie sind zu erkennen an den Apostelkreuzen und den Apostelleuchtern. Das Himmlische Jerusalem ist ganz von der Zahl Zwölf bestimmt.
     
    Vierzehn: Die Zahl vierzehn wird sofort mit den 14 Nothelfern in Verbindung gebracht, s. Vierzehn Nothelfer.
     
    Zepter
    Es ist ein altes altes Herrschersymbol. So sind in Kirchen häufig Bilder von Christus, Gott Vater oder Maria mit Krone, Reichsapfel und Zepter zu sehen. In unserer Kirche ist gibt es zwar Marienbilder mit Krone und Reichsapfel, aber immer ohne Zepter.
    In der St. Annakirche befindet sich in der Turmkapelle eine Marienstatue, die neben der Krone auch ein Lilienzepter in der Hand hält.
    Das Zepter, das Könige zu ihren Herrschaftsinsignien zählten, wurde hier kombiniert mit der Lilie zum Zeichen der "Macht der Schwachen". Dadurch, dass sich die Heiligen ganz Gott anvertrauen, bekommen sie in ihrer Reinheit und Unschuld so viel Macht wie ein König und können die irdischen Könige damit überwinden. 
     
     
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    Farb-Fotos: © 2009-2010 Hubert Deckers, Carsten Dembinski
    SW-Fotos: © Pfarrarchiv St. Joseph
    Texte: H. Deckers
    verwendete Quellen:
    Pfarrarchiv St. Joseph
    Buch „Schalke 91“ von Professor Dr. Hans Jürgen Brandt
    www.christliche-symbole.de/ , www.heiligenlexikon.de/

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