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  • Besonderheiten und Symbole L-T
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    Die Kirche St. Joseph-Schalke
    Besonderheiten - Symbole – Wissenswertes
     
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    L
    Lamm
    Symbol für Jesus Christus (Agnus Dei, lat. = Lamm Gottes), der für uns geopfert wurde. Wir sehen das Lamm in unserer Kirche im Fenster des Papstes Pius X. und im linken Mosaik über der Eingangstür an der Turmseite. Dort ist es abgebildet mit dem „Buch mit sieben Siegeln“, s. auch dort. 
     
    Lilie
    Seit dem MA gelten weiße Lilien als Symbol für Reinheit und Keuschheit und stehen in enger Verbindung mit der Marienverehrung. Als Attribut wird die weiße Lilie auch St. Joseph, unserem Kirchenpatron, zugeordnet und deshalb manchmal Josefslilie genannt. Wir sehen sie in mehreren Kirchenfenstern, so z.B.:
    • Marien-Fenster
    • Chorfenster links, oberer Teil – Maria Verkündigung
    • Anna-Selbdritt-Fenster
    • Aloisius-Fenster
    • Maria-Goretti-Fenster
    Löwe
    ist das Symbol des Evangelisten Markus. Wir begegnen dem Löwensymbol an der Eingangstür im Westwerk auf der linken Seite. Dort ist am linken Türflügen der Löwenkopf = Markus zusehen während der rechte Türflügel als Symbol für den Evangelisten Matthäus einen Menschenkopf aufweist.
     
    M - N 
     
    Männerseite
    siehe Frauenseite
     
    Mantel 
    Symbol für Schutz, besonders in Form des Mantels der Schutzmantelmadonna, unter dem hilfesuchende Menschen Schutz erlangen können. Eine bekannte Abb. der Schutzmantelmadonna ist das Gnadenbild von Kevelaer.
     
    Marienaltar 
    Auf der linken Seite des Chores befindet sich der Marienaltar. Die Darstellung zeigt Maria als Königin des Himmels, auf dem Arm das Jesuskind, das einen Apfel in der Hand hält. Der Marienaltar ist das Gegenstück zum Josephsaltar auf der anderen Seite.
    Welche Bedeutung Maria für die Gemeinde hatte und immer noch hat, mag man daran erkennen, dass man Abbildungen von Maria innerhalb unserer Kirche 14 Mal findet, dagegen Abb. des Hl. Josephs, der ja unser Pfarrpatron ist, nur 4 Mal. Die Krippe ist beide Male nicht eingerechnet. Außen an der Kirche finden wir noch zusätzlich 2 Abb. Mariens und 1 Abb. des Hl. Josephs.

    Versuchen Sie doch einmal, alle 16 Abbildungen Mariens in und an der Kirche zu finden.

    Wer Hilfe braucht, kann sich bei mir melden. Die Kontaktadresse finden Sie am Ende der Seite.
      
    Mater Dolorosa 
    Mater Dolorosa (lat. für „schmerzensreiche Mutter“) ist eine im Rahmen der Marienverehrung gebrauchte Bezeichnung für Darstellungen der Schmerzen Mariens, sie entspricht auch der 13. Station des Kreuzweges, dem Motiv der Kreuzabnahme. Diese Darstellung wird auch Pietà genannt.
    Wir sehen sie in unserer Kirche in der Kapelle am linken Eingang im Turm. Die Mater Dolorosa zeigt die Gottesmutter mit dem Leichnam Jesu Christi (6. der sieben Schmerzen Mariens).
     
      
    Monstranz 
    Monstranz, lat.= monstrare, „zeigen“ Die Monstranz zeigt uns den Leib des Herrn in der Gestalt einer Hostie. Die Hostie in der Mitte wird meistens mit einem goldenen Strahlenkranz umgeben, so wie von unserer Sonne, dem Symbol für das Leben auf dieser Erde.
    In seinem Buch "Schalke 91", das zum 100. Pfarrjubiläum herausgegeben wurde, erwähnte Professor Dr. Hans Jürgen Brandt, dass die spätere Gemeinde St. Joseph-Schalke bereits 1874 ihre erste Monstranz erhielt. In dem Jahr wurden die ersten Gottesdienste in Schalke in einer Notkirche durch Vikare aus Gelsenkirchen gefeiert. Diese Monstranz wird auch heute noch bei Prozessionen eingesetzt.
    Leider konnte bisher nicht geklärt werden, wie es zu der rätselhaften Inschrift auf dem Fuß der Monstranz kam:
    Z.. A....... A.d. 28j...... P.......... S..... H......... Papst Pius IX. von H. Funke in Schalke. Schalke, den 21. Juni 1874
     
    Es ist zwar nicht schwierig, den Text zu ergänzen, jedoch wissen wir nicht, warum die Gravur so viele Punkte aufweist, die als Platzhalter für den Text dienen sollten. Hier der vollständige Text:

    Zum Andenken an das 28jährige Pontifikat Seiner Heiligkeit Papst Pius IX. von H. Funke in Schalke. Schalke, den 21. Juni 1874

    Die Mosaiken über den Eingangstüren im Westwerk (Turm)
    bereits um 1930 waren der Portale an der Kurt-Schumacher-Straße und an den Seiteneingängen insgesamt 5 Mosaike angebracht. Heute befinden sich über den Eingangsportalen nur noch 3 Mosaike im Westwerk der Kirche:
    Eingang links: Das Lamm mit dem Buch mit den sieben Siegeln, Foto s. dort,
    Hauptportal in der Mitte: Christus als Guter Hirt, Foto s. dort,
    Eingang rechts: Ein Fisch und ein Korb mit Brot und Wein, Foto s. dort. Darüber in griechischer Schrift die Anfangsbuchstaben von „Jesus Christus, Sohn Gottes, Retter“
    Im Vorraum der Kirche im Turm finden wir links vom Hauptportal noch ein Mosaik der Vorkriegszeit. Es zeigt die Hl. Elisabeth von Thüringen, wie sie Bedürftigen Brot gibt. Im Hintergrund kann man die Wartburg erkennen.
     
    O
    Ölzweig 
    Symbol des Friedens und des Sieges. Die von Noah nach der Sintflut ausgeschickte Taube kam zur Arche mit einem Ölzweig im Schnabel zurück, als Zeichen der Versöhnung und des Friedens mit Gott. Zudem symbolisiert der Ölzweig Erkenntnis, bezogen auf das Öl der Oliven, das durch die Öllampen Helligkeit und im übertragenen Sinn Erleuchtung bringt. Wir finden in unserer Kirche mehrfach Abbildungen von Ölzweigen, so z.B. im Marienfenster, wo die Gottesmutter mit dem Ölzweig in der Hand als Königin des Friedens dargestellt wird, s. Krone. Im Fenster mit dem Hl. Nikolaus v.d. Flüe deutet der Ölzweig als die Tätigkeit des Heiligen als Friedensstifters hin, s. Friedenstaube. Im Rundfenster beim Element Luft hat eine Taube einen Ölzweig im Schnabel.
      
    Ostung der Kirche 
    Die Josephs-Kirche ist „geostet“, das heißt, sie ist exakt in West-Ost-Richtung erbaut worden. Dabei zeigt der Altar in Richtung Osten = Sonnenaufgang, dem Symbol des wahren Lichtes und der Auferstehung. Die aufgehende Sonne ist Symbol des wiederkommenden Herrn, der in der Eucharistiefeier schon jetzt in verborgener Weise kommt.
    Die Türme, das Westwerk, stehen im Westen, in Richtung des Sonnenunterganges, der Dunkelheit. Daher wurde seit jeher zum Schutz gegen die dunklen Mächte auch ein St.-Michael-Fenster im Westwerk eingesetzt, wie hier in St. Joseph auch.
    Eine Ostung ist auch bei der Bestattung üblich, bei Erdbestattungen werden auf vielen Friedhöfen die Verstorbenen so beigesetzt, dass ihre Gesichter in die Himmelsrichtung Osten blicken. Dort im Osten erwarten die Verstorbenen nach christlicher Auffassung am Jüngsten Tag die Wiederkunft von Jesus Christus. Auf dem Schalker Friedhof sind die meisten Gräberfelder so angelegt, dass eine entsprechende Bestattung möglich ist.
     
     
    P - Q
    Pfau 
    Der Pfau ist das Symbol des Himmels, der Seligkeit und des Glücks. In der frühen Kirche war man der festen Überzeugung, das Fleisch des Pfaues verfaule nicht, es sei unverweslich. So wurde der Pfau zum Symbol der Auferstehung und der Unverweslichkeit der Leibseele.
    Wir finden ihn deshalb auch an beiden Türen der Trauerhalle auf dem Schalker Friedhof „Am Stäfflingshof“.
     
    Phönix
    Phönix, der Feuervogel, ist im christlichen Glauben das Symbol für Tod und Auferstehung. Phönix sehen wir in vier Rundfenstern im Obergaden, er ist auch das Symbol für das Element Feuer.
     
     
    Pietá

    Die Pietà (ital.: ‚Frömmigkeit, Mitleid‘, dt. auch Vesperbild) ist in der bildenden Kunst die Darstellung Marias als Mater Dolorosa, s. dort. Die hier abgebildete Pietà aus dem 17. JH befindet sich im rechten Querschiff unserer Kirche und befand sich früher in der St. Annakirche. Die Mater Dolorosa entspricht der Pietà-Darstellung. 

    Eine weitere Pietà-Darstellungen aus der alten St. Annakirche befindet sich auf einer alten Fahne des Frauen- und Müttervereins von Bismarck-West aus dem Jahr 1933 (Foto rechts). 

    PX 
    Das Christus-Monogramm wird aus zwei griechischen Buchstaben gebildet, dem ineinander geschriebenen X (chi) und P (rho). Es sind dies die beiden ersten Buchstaben des griechischen Wortes "Christòs", also Christus, Foto s. Christus-Monogramm.
      
    Quadrat 
    Das Quadrat ist ein erdgebundenes Symbol zum Unterschied vom Kreis, der den Himmel versinnbildlicht. Das Quadrat versinnbildlicht die Erde, die vier Elemente, seine vier Ecken deuten die vier Jahreszeiten an, die vier Himmelsrichtungen, vier Evangelisten und alles was der Zahl vier entspricht. Es ist der menschliche Kosmos, mit seinen Begrenzungen und der Inbegriff von Ordnung und Halt. Seine absolut gleichmäßige Struktur spricht von Gerechtigkeit.
     
    Wir finden in der Kirche 2 auffällige Quadrat-Anordnungen:
    < 1. In einer vierfach Kombination am neuen Taufbecken in der Mitte der Kirche, als Sockel und 3 Mal als Motiv der Bodenplatten. Die Quadrate der Bodenplatten am Taufbecken sind entsprechend einer Windrose verlegt worden, die Spitzen zeigen exakt die vier Himmelsrichtungen an. Die Ecke zum Altar hin weist genau nach Osten – zum Altar und zur Auferstehung.
    < 2.  Ebenfalls in Windrosenanordnung liegen Bodenplatte im Turm unter dem Weihwasserbecken am Hauptportal.
     
    Zur Symbolik des runden Taufbeckens mit einem quadratischen Sockel lesen sie mehr unter Taufbecken.
      
    R
    Regenbogen 
    Im Alten Testament, Genesis 9, ist der Regenbogen ein Zeichen des Bundes, den Gott mit Noah und den Menschen schloss. Laut biblischer Erzählung versprach Gott nach dem Ende der Sintflut: „Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen, denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf.“ (Gen 8,21) Der Regenbogen ist daher Zeichen des Friedens zwischen Mensch und Gott.
    Seit dem 12. Jh. wird auch die Gottesmutter mit einem Regenbogen dargestellt und dadurch ihre Heiligkeit zum Ausdruck gebracht.
    Wir sehen in unserer Kirche einen Regenbogen im Marienfenster oberhalb des linken Seiteneinganges zu Füßen der Himmels- und Friedenskönigin. Durch den Regenbogen und den Ölzweig in der Hand Mariens wird die Symbolik des Fensters mit der Hl. Maria als Friedenskönigin verstärkt.
     
    Reichsapfel
    zu den Reichsinsignien zählendes Symbol für Herrschaft (siehe auch Zepter).
    Wir finden den Reichsapfel in unserer Kirche in zwei Fenstern und am alten Taufbecken:
    1. Im Marienfenster trägt das Jesuskind den Reichsapfel in der rechten Hand,
    2. im Fenster Anna Selbdritt hat es den Reichsapfel in der linken Hand.
    3. Außerdem ist er auf dem Alten Taufbecken im Querschiff links zu sehen.
     
      
    Reliquien
    Reliquien sind ein Symbol für unseren Glaube an die Auferstehung der Verstorbenen. Da man sicher sein konnte, dass die Heiligen nicht in der Hölle sein werden, sondern im Himmel, konnten sich die Menschen durch den Besuch der Reliquien auf den Himmel ausrichten. In unsere Kirche können wir in der Krypta ein Reliquiar mit den Reliquien des Hl. Liborius und des Hl. Fortunatus sehen. Die Krypta trägt auch den Namen des Hl. Liborius, der ja auch bis zur Gründung des Bistums Essen der Schutzpatron des Erzbistums Paderborn war, zu dem unsere Gemeinde bis 1958 gehörte. Liborius starb um 397 in Le Mans, Frankreich. Fortunatus starb um 305 als Märtyrer in Singidunum, dem heutigen Beograd in Serbien.
      
    Rose 
    als Königin der Blumen Sinnbild für die Himmelskönigin Maria. Sie ist das Symbol für Martyrium und Passion, daher steht die Rose für Maria und Christus zugleich. Die Rose gilt auch als Symbol der Verschwiegenheit, lat. "sub rosa" (unter der Rose, d. h. unter dem Siegel der Verschwiegenheit), wie wir es bei der Rosenlegende der Hl. Elisabeth lesen. In der Kirche sehen wir Rosen im Fenster der Hl. Maria Goretti, dort sind sie das Symbol für das Martyrium, da sie als Märtyrerin 1902 starb.
      
    S
    Sakristeiglocke 
    Neben der Sakristei-Tür hängt eine kleine Glocke, die geläutet wird, wenn Priester und Messdiener die Sakristei verlassen. Zu Beginn des Gottesdienstes ist der Glockenton das Zeichen für die Gemeinde, sich zum Einzug zu erheben. 
     
    Schlange 
    Sie ist ein Symbol des Bösen. Wir sehen es im linken Chorfenster unten in der Mitte, mit Adam und Eva vor dem Sündenfall im Paradies und die gleiche Szene sehen wir auch auf dem Bronzedeckel des Taufbeckens, s. auch Foto unter Baum.
      
    Sphinx 
    Die Sphinx ist Symbol für das Rätselhafte, das Rätsel, Zeichen für das Mysteriöse und für Macht.
    Die Sphinx (Kopf = Mensch, Leib=Tier) wird auch als der Geist des Menschen gedeutet, der die Materie überwindet ...
     
    Sieben
    Die Zahl 7 gilt als eine heilige Zahl. Als Zahl der Fülle und Vollkommenheit spielt die Siebenzahl im Alten Testament eine Rolle beim Siebentagewerk Gottes bei der Schöpfung. Sieben fette und sieben magere Kühe im Traum des Pharao deutet Josef als sieben fruchtbare Jahre und sieben Hungersjahre. Im Allerheiligsten des Tempels steht der siebenarmige Leuchter, der noch heute an den Untergang des Tempels in Jerusalem im Jahre 70 nach Christi Geburt erinnert. Im Neuen Testament spricht Jesus von den sieben Werken der Barmherzigkeit und im Vaterunser finden sich sieben Bitten. Besonders häufig findet sich die Zahl sieben in der Apokalypse bzw. der Geheimen Offenbarung des Johannes, z.B. die sieben Plagen und das Buch mit den 7 Siegeln, das wir im dem Mosaik über dem linken Eingang im Turm sehen, Foto s. Buch mit 7 Siegel.
    Auch in den sieben Sakramenten findet sich die Symbolik der Zahl „Sieben“ nieder: Taufe – Beichte - Eucharistie - Firmung - Trauung - Krankensalbung - Priesterweihe. Die 7 Sakramente sind sichtbare Orientierungszeichen an zentralen Punkten menschlichen Lebens. Die Frömmigkeitsgeschichte kennt die sieben Schmerzen Mariens.
    Gott schuf die Welt in sieben Tagen. Aber auch wir leiten daraus den Rhythmus unserer Arbeitswoche ab. Viele kennen noch das alte Sprichwort: „Sechs Tage sollst Du Deine Arbeit tun, am siebten Tage sollst Du ruhn“, an dem Tag sollen wir uns von unseren Mühen und Plagen der Alltagswelt ausruhen.
    Die Zahl 7 hat also eine vielfältige symbolische Bedeutung, wir begegnen mit offenen Augen der Zahl 7 auf Schritt und Tritt.
      
    Sonnenpunkte 
    Durch die „Ostung“ unserer Kirche und die Lage der runden Kirchenfenster im Obergaden, kann man am Tag der Sommersonnenwende, also am 21. Juni um 12.00 Uhr wahre Ortszeit (ca. 13.33 Uhr MEZ-Sommerzeit), eine Reihe von Lichtpunkten vom Taufbecken in der Mitte des Kirchenschiffes durch den Mittelgang über den Altar bis hin zum Tabernakel mit dem Altarkreuz sehen, die die Sonne auf dem Kirchenboden projiziert.
    Die Sonne, als Symbol Gottes, zeigt die Verbindung zwischen Alpha und Omega, zwischen der Taufe (Taufstein), dem Tod (Altarkreuz) und der Auferstehung (Chorfenster).
     
    Spirale
    Unser Leben kann auch als Pilgerweg verstanden werden. Jeder Mensch hat seinen Lebensweg zu beschreiten, manchmal auch über Umwege oder Irrwege. Daher kommt dem Symbol der Spirale besondere Bedeutung zu. Die Spirale symbolisiert den mühsamen Weg der Erkenntnis des Glaubens des sich immer erneuernden Lebens von der Taufe hin zu Gott. In unserer Kirche sehen wir das Symbol der Spirale an der Vorderseite des Ambo, denn hier wird uns verkündet, wie wir den Weg zu Gott gehen sollen.
     
    T
    Tabernakel
    Der Tabernakel ist das Zentrum des Altares. Wie der Fürst im Thronsaal an der Stirnwand sitzt, so "thront" der Herr auf dem Altar. In ihm werden die geweihten Hostien aufbewahrt. Die Eucharistie ist für die Gläubigen das Zeichen für die Gegenwart Jesu. Wir sehen den Tabernakel im Hochaltar an der höchsten Stelle.
      
    Taube mit Ölzweig
    Die Taube mit einem Ölzweig im Schnabel ist ein altes Symbol des Friedens, darum wird sie auch Friedenstaube genannt.
    In unserer Kirche finden wir Abbildungen der Friedenstaube in den Fenstern, so z.B. beim Hl. Nikolaus v.d. Flüe (s. Foto links), dem Patron der Friedensstifter,  und in den Rundfenstern als Symbol für das Element Luft.
      
    Taube 
    Unter den Vögeln hat in der christlichen Symbolik die Taube eine besondere Bedeutung, denn sie ist Zeichen des Geistes. Wie die Taube immer zum Ursprung zurückfindet, so bringt uns der Geist Gottes zu unserem Ursprung zurück, aus dem wir hervorgegangen sind. Die Taube ist das Symbol des Heiligen Geistes. In unserer Kirche finden wir Abbildung von Tauben mit verschiedener Symbolwirkung:
    1.    Die Taube als Vogel des Himmels im Fenster
           des Hl. Franziskus (s. Foto rechts >)
    2.    als Friedenstaube mit Ölzweig (siehe dort)
    3.    als Dreifaltigkeitssymbol (siehe dort)
    4.    als Symbol für den Heiligen Geist s. Foto Lilie)
     
    Taufbecken
    Sinnbild für die Aufnahme in die christliche Gemeinschaft und damit für das Leben nach dem Tod. Die oft achteckige Form des Taufbeckens symbolisiert die Wiedergeburt als Christ durch das Sakrament der Taufe, da die Zahl acht und das Achteck als Symbol für Erneuerung, Wiedergeburt und Herrschaft (in dem Fall des Christentums) angesehen werden. Im Mittelgang finden wir den aus St. Anna stammenden Taufstein in runder Form (=Kreis, der den Himmel versinnbildlicht) mit einem quadratischen Sockel (=Quadrat, das die Erde symbolisiert).
    Dieser Platz in der Kirche soll uns zeigen, dass die Taufe der erste Schritt in die Kirche ist. Als glaubende Menschen sind wir auf dem Weg von der Geburt und Taufe über den Tod zur Auferstehung. Dieser Weg wird durch den Mittelgang symbolisiert.
    Der Deckel des Tauf-beckens im Mittelgang zeigt uns das Erlösungswerk Jesu Christi vom Sündenfall im Paradies (links) über Christi Geburt (oben), den Tod (rechts), die Auferstehung (unten), bis zur Himmelfahrt Christi (Mitte). Der Deckel, der von der Künstlerin Hildegard Bienen geschaffen wurde, ist sehenswert, wenn man den zuvor genannten Sinn der Motive kennt.
    Den alten Taufstein sehen wir im Querschiff links (s. Foto Achteckiger Taufstein).
     
     
    Taufkleid 
    „Das weiße Kleid soll dir ein Zeichen dafür sein, dass du in der Taufe neu geschaffen worden bist und Christus angezogen hast. Bewahre diese Würde für das ewige Leben.“ Mit diesen Worten soll dem Täufling erst nach der Taufe das Taufkleid angezogen werden. Christus „als Gewand“ anzuziehen bedeutet nicht, etwas äußerliches zu tun, sondern das weiße Gewand soll nach außen einen neue Lebenseinstellung symbolisieren.
    In den meisten Fällen hat der Täufling das weiße Taufkleid bereits vor der Taufe an.
     
    Taufkerze
    Die Taufkerze ist das Symbol für den Täufling, so zu strahlen wie die Kerze, denn Jesus hat gesagt: "Ihr seid das Licht der Welt. Man zündet nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind. (Mt 5,14a.15). Die Taufkerze soll deutlich machen: Wer Christus folgt, der wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben. Darum soll der Täufling leben wie das Licht, sich verschenken, verzehren und ausstrahlen, ohne zu fragen, für wen und wofür.
     
    Tiara
    Die Tiara, die 3fache Papstkrone, ist das Symbol für das Papsttum und die röm.-kath. Kirche. Die drei Reifen sollen die Hauptaufgaben des Papstamtes symbolisieren: heiligen, lenken und lehren. In einer anderen Deutung symbolisieren sie die göttliche Dreifaltigkeit. Wir finden Sie in unserer Kirche im Fenster mit der Abbildung des Heiligen Papstes Pius X., im Mittelschiff auf der rechten Seite. Man erkennt an der Tiara im Fenster, dass dieser Heilige ein Papst war.
     
    Trauben
    im Hinblick auf den daraus zu kelternden Wein Symbol für die Eucharistie (Erlösung durch das Blut Christi). Eine an einer Stange zwischen zwei Männern getragene riesige Traube gilt als Symbol des Überflusses (vgl. die Botschafter des Mose, die das gelobte Land Israel erkunden: Num 13,26). Wir sehen in der Kirche Trauben an den Kapitellen gegenüber dem Hauptportal im Westwerk.
     
     
    Die Türen der Kirche
    Die Türen aller Eingänge zur Kirche haben große symbolische Bedeutung. Die Kirchentüren sind ein Symbol des Übergangs, der Schwelle zwischen dem weltlichen und dem sakralen Bereich. Eine Tür lädt immer ein, sie auch zu öffnen und einzutreten. So wie die Türen einladen, sollen wir uns auch öffnen und Mitmenschen ermutigen, den Schritt auf Jesus Christus, auf Gott und seine Gemeinde hin zu tun. Nachfolgend sollen die verschiedenen Türen beschrieben werden.
     
    Türen an der Kurt-Schumacher-Straße rechts + links
    Ein Adler, ein Stier, ein Löwe, und ein Mensch - diese eigentümliche Zusammenstellung von Lebewesen findet man an den Eingangstüren rechts und links im Turm. Es sind die Symbole, die bereits in der frühen Kirche für die vier Evangelisten Johannes, Lukas, Markus, und Matthäus genutzt wurden. Mehr dazu unter Evangelistensymbole.
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
    Türen an der Kurt-Schumacher-
    Straße in der Mitte
    Die Türgriffe der mittleren Türen bestehen aus den Buchstaben Alpha und Omega, das sind der erste und der letzte Buchstabe des griechischen Alphabets. Sie symbolisieren Anfang und Ende, aber ebenso auch Gott, denn er ist der Anfang und das Ende.
     
    Tür am Josephs-Portal
    -Seiteneingang rechts- 
    Das Josephs-Portal hat seinen Namen vom Fenster, das sich oberhalb dieser Tür befindet. Wir sehen im Fenster den Heiligen Joseph, den Schutzpatron unserer Pfarrgemeinde.
    Die Türgriffe des Josephs-Portals stellen den Engel dar, der Joseph im Traum erschien und sprach: „Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter und flieh nach Ägypten.“ Der Stab in Josephs Hand symbolisiert, dass Joseph der Hüter der Familie ist. Im Hintergrund ist links noch die Krippe mit Ochs und Esel zu sehen und dazu der Stern von Bethlehem.
     
     
    Tür am Marien-Portal
    -Seiteneingang links- 
    Das Marien-Portal hat ebenfalls seinen Namen vom Fenster, das sich oberhalb dieser Tür befindet. Wir sehen im Fenster die Gottesmutter als Königin des Friedens und Himmelskönigin.
    Die Türgriffe des Marien-Portals stellen den Engel Gabriel dar, der zu Maria kommt und sagt: „Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben. Er werde Sohn Gottes genannt werden und den Thron Davids erhalten.“
    Die Motive der Türgriffe beider Seitenportale finden wir auch im darüber liegenden Fenster unten wieder. 
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    Die fünf Türen der Kirche wurden von dem Kölner Bildhauer Bernhard Schoofs 1976 entworfen und gefertigt. Interessant sind dabei die Gedanken, die sich der Künstler zu den Motiven  der Türen gemacht hat. Er schreibt auf einem Handzettel dazu:

    Gedanken zur Gestaltung der Eingangstüren.

    An einen geläufigen Ausdruck lässt sich am besten deutlich machen, was dieser Handzettel soll - er soll den Leser "ins Bild setzen".

    Bildnisse sind nicht nur Angelegenheiten des Künstlers. Das Bild geht jeden an, ob er will oder nicht, ob er es weiß oder nicht. Es erschließt sich aber nicht ohne weiteres dem Sehenden, sondern erst dem "Schauenden". Der Mensch unserer Tage sieht gut, rasch und scharf. Er hat SEHEN gelernt - das SCHAUEN aber hat er verlernt. Man kann mit einem raschen Blick einem Bildnis sein Geheimnis nicht entlocken, wir müssen lernen zu fragen: Was hat der Gestalter mit seiner Arbeit aussagen wollen? Mit welchen Mitteln hat er seine Aussage gemacht?

    Die Antwort lautet: Der Inhalt seiner Aussagen ist der Lobpreis Jesu Christi. Als Mittel bedient er sich dabei der Symbolsprache.

    Betrachten wir die Türen des Hauptportals, so sind in ihrer Gestaltung Hinweise auf Christus, wie wir sie in der Bibel finden, zum Beispiel:

    Joh. 10,9: "Ich bin die Tür, wer durch mich hinein geht, wird Heil erfahren".

    Offenbarung Joh. 1,8: "Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende" Das Zeichen ist Sinnbild für die alles umfassende Stellung Christi.

    Betrachten wir die beiden Seitentüren, so haben sie eine Beziehung zum mittleren Hauptportal.

    Offenbarung Joh. 4,7-8: "Rings um den Thron waren vier Lebewesen, das erste glich einem Löwen, das zweite einem Stier, das dritte hatte das Gesicht eines Menschen und das vierte glich einem Adler. Und jedes der Wesen hatte sechs Flügel, und ringsum sind sie voller Augen". Die vier Lebewesen, die ähnlich auch bei Ezechiel zehnmal am Throne Gottes zu finden sind, sind Sinnbilder der irdischen Schöpfung.

    Das linke Seitenportal ist das Marienportal.

    Lukas 1,26: "Es wurde der Engel von Gott gesandt in die Stadt Galiläas mit dem Namen Nazareth, zu einer Jungfrau, deren Namen Maria war".

    Lukas 1,29: "Sie aber war bestürzt über die Worte des Engels".

    Lukas 1,30: "Der Engel aber sprach: Fürchte dich nicht Maria". Der wehende Vorhang deutet die Anwesenheit des Heiligen Geistes an.

    Das rechte Seitenportal ist das Josephsportal.

    Math. 2,13: "Siehe, da erschien ein Engel des Herrn dem Joseph im Traum und sprach: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter und fliehe nach Ägypten". Der Stab in Josephs Hand zeigt, dass er der Hüter der Familie war. Der Stern weist auf 4. Mos. 24,17: "Ein Stern geht aus Jakob auf." Ochse und Esel befinden sich seit jeher auf jedem Krippenbild, obgleich in der Weihnachtsgeschichte von ihnen keine Rede ist. Ein Grund dafür ist bei Jesaja 1,3 zu finden, dort steht: "Ein Ochse kennt seinen Herrn - ein Esel kennt die Krippe seines Herrn".