Warning: Invalid argument supplied for foreach() in /home/www/doc/9185/joseph-gelsenkirchen.de/www/inc/sidebar.inc.php on line 62
  • Besonderheiten und Symbole F-K
  •  < Zurück zur Hauptseite Geschichte                

     Die Kirche St. Joseph-Schalke

    Besonderheiten - Symbole – Wissenswertes
     
    hier finden Sie die Stichwörter : F - K 
    oder weiter zu >     A - E    L - T    U - Z
                          
    F
    Farben-Symbolik
    Liturgische Farben ist die Bezeichnung für die je nach Fest bzw. Zeit des Kirchenjahres wechselnden Farben der liturgischen Gewänder und Tücher. Die Farben haben hohen Symbolcharakter.
    Blau ist eigentlich keine liturgische Farbe jedoch das Symbol für die Farbe des Himmels. Der Mantel Marias ist deshalb stets blau wiedergegeben und blau war auch die Farbe der Messgewänder bei Marienfesten. Wir finden in unserer Kirche zwei gute Beispiele dafür, 1. der blaue Himmel im Chor über dem Hochaltar,
    2. der blaue Mantel Mariens im Marienfenster.
    Rot ist das Symbol des Feuers und des Blutes (Palmsonntag, Karfreitag, Pfingsten, Apostel- und Märtyrerfeste).
    Grün ist das Symbol der Hoffnung (Zeit im Jahreskreis).
    Violett ist Symbol-Farbe der Buße und Besinnung, so z.B. in der Advents- und Fastenzeit. In der Fastenzeit werden die Kreuze mit violetten Tüchern verhüllt.
    Rosa kann am Dritten Adventssonntag und am Vierten Fastensonntag anstelle von Violett getragen werden.
    Schwarz ist die Symbol-Farbe der Trauer, z.B. bei Totenmessen.
    Gold kann als festliche Symbol-Farbe Weiß, Rot oder Grün ersetzen.
    Weiß ist das Symbol der Freude, des Glanzes und der Reinheit (Oster- und Weihnachtszeit, Herren- und Marienfeste, Feste der Heiligen, die keine Märtyrer waren). Neben den weißen Messgewändern finden wir in unserer Kirche ein sehr schönes Beispiel in den weißen Lilien (=Reinheit) im Maria-Goretti-Fenster.
     
    Fisch

    Es ist das Symbol für ein kurzes Glaubensbekenntnis. Die Buchstaben des griechischen Wortes für Fisch ergeben die Anfangsbuchstaben von: Jesus Christus, Sohn Gottes, Retter. I-Ch-Th-Y-S bilden das griech. Wort ICHTHYS, "Fisch"; daher galten die Darstellung eines Fisches und das griechische Wort ICHTHYS im Urchristentum als geheime Erkennungszeichen der verfolgten Christen und als Symbol für Christus.

    In unsere Kirche finden wir Fische oder das Zeichen ICHTHYS an verschieden Stellen, ganz deutlich z.B. im Mosaik über dem rechten Eingang im Turm (Westwerk). Drei Fische sehen wir in vier Rundfenstern im Obergaden, sie sind dort das Symbol für das Element Wasser, durch die dreifache Abbildung aber auch ein Symbol für die Dreifaltigkeit Gottes.

    Frauenseite - Männerseite
    Die sogenannte Männer- und Frauenseite, wonach die Frauen nur im linken Kirchenschiff sitzen durften und die Männer nur im rechten Teil, hat ihre Wurzeln in der frühchristliche Geschlechtertrennung. Dieser Brauch hat sich bis weit ins 20. Jahrhundert erhalten. Zur Zeit der Gründung der Pfarrei St. Joseph war es gängige Praxis. Aber auch nach dem 2. Weltkrieg, etwa zur Zeit der wiederaufgebauten Kirche im Jahr 1953, war diese Trennung noch üblich.
    Aus dieser Auffassung heraus resultiert, dass die Kirchenfenster mit den Abbildungen von Heiligen in den 1950er Jahre so geplant und eingesetzt wurden, dass in Blickrichtung zum Altar links ausschließlich weibliche Heilige zu finden sind, während sich auf der rechten Seite nur männliche Heilige befinden. Die gleiche Begründung gilt auch für die Positionen der Seitenaltäre, links = Marienaltar, rechts = Josephsaltar. Diese Anordnung von Figuren und Fenstern kann man auch heute noch in sehr vielen Kirchen feststellen.
    Da die meisten Menschen Rechtshänder sind, war die rechte Seite bereits im Altertum die "bessere" Seite. Der Platz zur rechten Hand des Hausherrn gilt als Ehrenplatz. So sitzt auch der auferstandene Heiland zur Rechten Gottvaters, so wie wir es auch immer im "Credo" beten.
     
    Daher wird allgemein auch angenommen, dass die Frauen in der Kirche den "schlechteren" Platz haben und die Männer auf der "besseren" Seite den Ehrenplatz einnehmen. Das ist aber ein Trugschluss, denn aus Blickrichtung des Priesters, der bei der Wandlung den Leib Christi den Gläubigen zeigt, sitzen die Frauen auf der rechten Seite. Die Frauen erhielten somit wie die Gottesmutter den Ehrenplatz an der rechten Seite Gottes.
     
    Friedenstaube
    Die Taube mit einem Ölzweig im Schnabel ist ein altes Symbol des Friedens, darum wird sie auch Friedenstaube genannt. In unserer Kirche finden wir Abbildungen der Friedenstaube in den Fenstern, so z.B. beim Hl. Nikolaus v.d. Flüe und in den Rundfenstern als Symbol für das Element Luft.
     
     G
    Glocken der Kirche
    Glocken haben einen überwiegend positiven Symbolgehalt. So sollten sie nicht nur zur Verkündigung des Evangeliums rufen, sie ordneten in früheren Zeiten auch die Zeit von Gebet, Arbeit, Feierabend, z.B. durch das Angelusläuten (morgens, mittags, abends), beim Läuten vor dem Gottesdienst, oder bei festlichen Anlässen wie das Läuten der Weihnachts- oder Osterglocken. Da früher die Menschen keine Uhren, kein Radio, Fernseher oder Telefon besaßen, kam den Glocken auch eine weltliche Bedeutung zu, so z.B. die Stundenanzeige, das Läuten bei Feuersbrunst, Sturm, Unwetter oder im Alarmfall. Heute sind Glocken ein bekanntes Symbol auf Glückwunschkarten zu Weihnachten.
    In unserer Kirche befinden sich im Turm 5 Glocken, die
    • dem Hl. Joseph von Nazareth,
    • der Gottesmutter Maria,
    • dem Hl. Bischofs Konrad von Konstanz,
    • dem Hl. Alfons Maria von Liguori und
    • der Hl. Barbara geweiht sind.
    Mehr zu den Glocken finden Sie auf der Seite:
    http://www.joseph-schalke.de/index.php?article=85
     
     Gold
    Die Farbe Gold symbolisiert das Ewige, die himmlische Herkunft, den himmlischen Glanz und höchste Herrlichkeit. Gold spielte eine besondere Rolle, indem sie wegen ihrer aus sich selbst heraus erstrahlenden Leuchtkraft das himmlische Reich verkörperte. Gold lässt sich auf byzantinischen Bildern, auf mittelalterlichen Altartafeln und auf barocken Decken finden. Es signalisiert eine weltentrückte himmlische Welt und ist als Farbe gemalter Heiligenscheine und als Ornamentfarbe auf Heiligengemälden bedeutsam. Wir finden die Farbe Gold in den liturgischen Geräten während des Gottesdienstes, z.B. Kelch, Monstranz, etc., oder auch als Farbe in den Messgewändern des Priesters.  

    Guter Hirte

    Der Gute Hirte mit einem Schaf stellt den Erlöser, Christus, dar mit der von ihm geretteten Seele. Dieses Symbol finden wir als Mosaik oberhalb des mittleren Einganges im Westwerk.
     
      
    H
    Hand
    Die Hand ist in sich ein Symbol. Sie steht geöffnet für das Empfangen und ausgestreckt für Wegweisung und Handeln. Wenn beide Arme ausgebreitet und die Hände nach oben gehalten werden, ist das der körperliche Ausdruck für Gebet.
    In der katholischen Kirche segnen Hände im Auftrag Gottes, sie salben den Menschen bei der Taufe, bei der Priesterweihe und auf dem Krankenbett mit geweihtem Öl.
    Beim Friedensgruß im Gottesdienst drückt die Hand Versöhnung und Gemeinschaft aus.
    Wir finden also dieses Symbol auch während des Gottesdienstes in unserer Kirche. Auf mehreren Fenstern finden wir verschiedene Hände, die viele unterschiedliche Handlungen symbolisieren: betende Hände, segnende Hände, gebende Hände, wegweisende Hände, verweisende Hände, arbeitende Hände, tragende Hände, musizierende Hände, wägende Hände.
    Sehr schön sind in diesem Zusammenhang im mittleren Chorfenster die segnenden Hände des auferstandenen Christus zu sehen oder im Marienfenster die segnenden Hände des Jesuskindes.
     
    Hase
    Der Hase ist ein Tier mit verschiedener Symbolbedeutung. Drei im Kreis laufende und mit den Enden ihrer langen Ohren miteinander verbundene Hasen versinnbildlichen in der christlichen Kunst die Dreifaltigkeit.
    Die drei Hasen sind in unserer Kirche im Rundfenster im Obergaden zu finden und ist dort auch gleichzeitig das Symbol für das Element Erde. Das Drei-Hasen-Fenster symbolisiert aber auch die frühere Zugehörigkeit der Gemeinde zum Erzbistum Paderborn. Dort findet man im Dom das bekannte Wahrzeichen der Stadt Paderborn aus dem 16. Jahrhundert. 
     
    Heiligenschein
    Heilige sind Vorbilder im Glauben und Helfer bei Gott. Sie sind als Menschen dargestellt, die oft mit dem Heiligenschein (lat. Nimbus) eine besondere Aura erhalten. Der Heiligenschein ist somit ein Symbol dafür, dass diese Menschen die Vollendung erlangt haben, Gott im Himmel schauen. Gott und die Engel werden auch mit einem Heiligenschein dargestellt.
    Wir sehen den Heiligenschein auf fast allen Abbildungen der Heiligen in unserer Kirche, in den Fenstern oder auch in den Figuren.
    Eine ausdrucksstarke Abbildung sehen wir auf dem Gnadenbild der „Immerwährenden Hülfe“.
     
    Himmel
    Auch in unserer Kirche wird der Himmel durch eine gewölbte Decke im Chorraum symbolisiert. Die Farbe Blau unterstreicht die Symbolik des Gewölbes, da Blau auch die Farbe des Himmels ist. Ein Foto sehen Sie unter dem Stichwort: Altar. Ein weiteres Symbol für den Himmel ist der Baldachin.
     
    Himmlisches Jerusalem
    Das „Himmlische Jerusalem“ ist ein Symbol für die Stadt, in der die Wiederkunft des Menschensohnes und somit das Ende der Geschichte erwartet wird - also das ewige Gottesreich, in dem gerettete Menschen leben, die Jesus lieben. Der Evangelist Johannes beschreibt diese Stadt in der Offenbarung, Kapitel 21.
    Für die Kirche St. Joseph gilt ebenfalls der aus dem Mittelalter stammende Satz:
    ecclesia materialis significat ecclesiam spiritualem (die aus Materie gebaute Kirche symbolisiert die geistige Kirche - den Himmel.)
    Die Erbauer unserer Kirche haben somit unsere Kirche in ihrer Gesamtheit als Himmlisches Jerusalem = Himmlische Stadt gesehen, dafür sprechen mehrere typische Merkmale:
    -        Die exakte „Ostung“ der Kirche
    -        Sich kreuzendes Mittel- und Querschiff,
    -        Eingänge am Ende des Schiffe,
    -        Altar am Ende des Mittelschiffs,
    -        Blauer Himmel über dem Altar,
    -        Türme an den Eingängen
    -        West-Fassade mit ihren drei Portalen (an der Kurt-Schumacher-Straße), den Eingängen zur Himmelsstadt - das mittlere Tor wurde auch „PORTA COELI“ = Himmelspforte genannt
    -        Die Farbglasfenster, die im Sonnenlicht wie Edelsteine leuchten
    Außerdem finden wir Abbildung des Himmlischen Jerusalems in der St. Anna-Kirche als Bronzerelief oberhalb des Altarkreuzes (s. Abb.), in St. Elisabeth auf dem Altarkreuz, in St. Antonius auf dem Deckel des Taufbrunnens und in Hl. Dreifaltigkeit am Altar. Auf dem Friedhof Am Stäfflingshof finden wir einen Grabstein, auf dem der Weg ins Himmlische Jerusalem dargestellt wird.
     
    I-J
    IHS
    IHS ist das Symbol für den Namen Jesus, die Buchstaben wurden der griechischen Schreibweise des Namens entnommen.
    In unserer Kirche sehen wir dieses Symbol oben im Aloisius-Fenster. Außerdem findet man es häufig auf liturgischen Geräten. 
     
    INRI
    INRI ist das Symbol für den lateinischen Satz: Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum = Jesus von Nazareth, König der Juden. Diese vier Buchstaben ließ Pontius Pilatus oben am Kreuz bei Jesus anbringen. Daher ist es auch heute noch auf fast allen Kreuzen zu finden.
    In unserer Kirche finden wir das Symbol auf den Vortragekreuzen.
     
    Jona und der Walfisch
    Jona und der Walfisch sind das Symbol dafür, dass Gott immer bei uns ist und uns beschützt – wir uns aber auch nicht vor ihm verstecken können. So ist es auch nur folgerichtig, dass dieses Motiv die Türen zur Leichenhalle des Schalker Friedhofs ziert.
      
    Josephs-Altar
    Auf der rechten Seite des Chores befindet sich der Josephsaltar. Die Darstellung zeigt den Heiligen Joseph von Nazareth, den Schutzpatron der katholischen Kirche und unserer Pfarrgemeinde, gestützt auf einen Schreinerwinkel. Der Josephsaltar ist das Gegenstück zum Marienaltar (s. auch dort) auf der anderen Seite. Gegenüber dem Josephsaltar befindet sich das Josephs-Fenster.
     
    K
    Kelch
    bezeichnet im religiösen Zusammenhang ein liturgisches Gefäß. Wir kennen den Abendmahlskelch, der bei der Feier der Eucharistie für die Aufnahme des Weins verwendet wird und den Hostienkelch, das Ziborium, das zur Aufbewahrung der konsekrierten Hostien im Tabernakel dient. Der hier abgebildete Kelch ist ein Ziborium = Hostienkelch, darin werden auch in unserer Kirche im Tabernakel die geweihten Hostien aufbewahrt. Der Kelch ist auch Symbol für den Neuen Bund (Neues Testament).
     
    Kerze
    Sie ist ein Symbol für Jesus. Jesus sagte von sich: „Ich bin das Licht der Welt“. Er meinte
    damit, dass er mit seiner Botschaft überall dort Licht hinbringen will, wo es manchmal dunkel ist. Jesus traute auch uns zu, dass wir wie er Licht, also Leben, Glück und Heil in die Welt bringen können. So singen wir im Kirchenlied „So wie die Sonne stets den Tag bringt“ im Refrain: „Du bist das Licht der Welt du bist der Glanz der uns unseren Tag erhellt, du bist der Freudenschein, der uns so glücklich macht dringst selber in uns ein. Du bist der Stern in der Nacht, der allem Finsteren wehrt, bist wie ein Feuer entfacht, das sich aus Liebe verzehrt, du das Licht der Welt.“
    In unserer Kirche sehen wir Kerzen an den Altären, die Kerzen an den Apostelkreuzen und leicht zu finden – am Taufbecken die Osterkerze.
     
    Kirchenschiff
    Kirchenschiff und Altarraum stehen in sinnbildlicher Beziehung zueinander. Das von West nach Ost weisende Kirchenschiff in unserer Kirche stellt den Weg des Menschen, des Gottesvolkes dar, das aus der Dunkelheit des Todes und der Sünde (Westwerk) durch die Taufe (Taufstein) dem Licht, Christus, entgegenzieht, dessen Kommen im Altarraum versinnbildlicht wird. 
     
    Kirchenfenster
    Die meisten unserer Kirchenfenster zeigen künstlerische Bild-Darstellungen. Sie haben die Aufgabe, Botschaften zu transportieren und Stimmungen zu erzeugen. Die Glasgestaltung der Kirchenfenstern hat immer einen großen Einfluss auf die Wirkung des Kirchenraumes. Unsere Kirchenfenster kann man allerdings auch nur dann richtig „lesen“, wenn man die abgebildeten Personen und die Symbolik der Fenster erkennt.
    Als Beispiel seien hier nur die drei Chorfenster über dem Hochaltar genannt, die wie ein Triptychon entworfen wurden, da ihre Darstellungen eine Einheit bilden. Sie zeigen den Sündenfall Adam und Evas und die Erlösung der Menschen durch die Geburt, den Tod, die Auferstehung und Himmelfahrt Jesus Christus.
    Mehr über die Kirchenfenster von St. Joseph finden Sie unter:
     
    Kranz
    Der Kranz war das Ehrenzeichen des siegreichen Athleten, z.B. bei den Olympischen Spielen der Antike in Form eines Kranzes aus Laub, So sehen wir am Ostersonntag das Vortragekreuz am Altar von einem Kranz umgeben. So symbolisiert der Kranz Christus als den Sieger über den Tod.
     
    Kreuz
    Es ist das Symbol für den Opfertod Christi und für das Christentum. Es geht zurück auf die Tatsache, dass Jesus am Kreuz ermordet wurde. Das Kreuz kann aber auch als Verbindung von Gott zu den Menschen gedeutet werden.
    Wir finden in unserer Kirche mehrere Kreuze, ins Auge fallen sofort das große Altarkreuz und das Vortragekreuz, das oft während des Gottesdienstes neben dem Altar steht. Besonders eindrucksvoll ist aber auch das große alte Altarkreuz von 1953, das in der Friedhofskapelle zu sehen ist. Die Abb. zeigt ein kleines Altarkreuz aus der St. Annakirche.
     
    Kreuzformen
    In unserer Kirche können wir eine Reihe
    verschiedener Kreuzformen sehen, so z.B.:
     
    Kruzifix = Vortragekreuz der Krypta und Altarkreuz
    Lateinisches Kreuz = Tür zur Krypta, im Mauerwerk außen an der Ostseite,
    Krückenkreuz = Turmkreuz
    Tatzenkreuz = Im runden Turmfenster
    Keltisches Kreuz = Im Fenster der Krypta (kann aber auch anders gedeutet werden)
    Kleeblattkreuz = Vortragekreuz
     
     
     
      

     Kreuzform des Kirchengrundrisses
    Der kreuzförmige Grundriss unserer Kirche kann als Symbol für den hingestreckten Leib Jesu gesehen werden. Der Chorraum entspricht dem Haupt, das Querhaus den ausgestreckten Armen und der Eingangsbereich den Füßen.
     
    Kreuzweg
    Die Motive des Kreuzweges werden auch Stationsbilder genannt. Ursprünglich war die Kreuztragung das Symbol für die Passion, für das Leiden und Sterben Jesus Christus. Er ist also die Darstellung des Leidensweges von Jesus Christus in 14 Bildern (= Stationen), ausgehend von der Verurteilung durch Pontius Pilatus bis zum Tod und zur Grablegung.
    Wir finden in unserer Kirche den Kreuzweg an den beiden Seiten des Mittelschiffs. Auf dem Schalker Friedhof am Stäfflingshof ist ein eindrucksvoller Sandstein-Kreuzweg zu sehen. In der St. Anna-Kirche in Schalke-Nord befindet sich noch ein moderner Kreuzweg, der zum 75jährigen Pfarrjubiläum eingeweiht wurde.
    Die 14 Stationen heißen:
                I. Jesus wird zum Tode verurteilt.
               II. Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern.
              III. Jesus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuz.
              IV. Jesus begegnet seiner Mutter.
               V. Simon von Zyrene hilft Jesus das Kreuz tragen.
              VI. Veronika reicht Jesus das Schweißtuch.
             VII. Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz.
            VIII. Jesus begegnet den weinenden Frauen.
              IX. Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz.
               X. Jesus wird seiner Kleider beraubt.
              XI. Jesus wird an das Kreuz genagelt.
             XII. Jesus stirbt am Kreuz.
            XIII. Jesus wird vom Kreuz abgenommen und in den Schoß
                   seiner Mutter gelegt.
            XIV.   Der Leichnam Jesu wird ins Grab gelegt.  
    In manchen Kirchen findet man auch noch eine XV. Station, die die Auferstehung oder manchmal auch das Himmlische Jerusalem zeigt.
     
    Krone
    Die Krone ist wie der Kranz ein Herrschafts- und Sieges-Symbol. Im christlichen Glauben gebührt sie Gottvater, Christus, Maria und den Märtyrern.
    So finden wir z.B. im Marienfenster am linken Seiteneingang Maria mit Krone und Ölzweig. Die Krone als Symbol der Himmelskönigin und den Ölzweig in der Hand Mariens als Symbol für Maria als Friedenskönigin. Das Marienbild auf dem linken Seitenaltar zeigt ebenfalls Maria mit der Krone auf dem Haupt, also dargestellt als Himmelskönigin. Auf dem Gnadenbild „Unsere Liebe Frau von der immerwährenden Hülfe“ sehen wir Maria und das Jesuskind mit einer Krone.
    Im Aloisius-Fenster hat die dort abgebildete Krone zu Füßen des Heiligen eine andere Bedeutung, sie symbolisiert hier den Verzicht des Heiligen auf seine weltlichen Machtansprüche als Adeliger. Eine besondere Krone sehen wir auch im Papst-Pius X.-Fenster, hier sehen wir oben die Tiara, die dreifache Papstkrone (s. Tiara).
     
    Krypta
    ist normalerweise eine unter dem Chor oder unterhalb des Altares vorhandene, begehbare Grabstätte. In der Krypta befanden sich anfänglich entweder das Grab oder die Reliquie eines Märtyrers, was neben der religiösen Bedeutung vor allem im Mittelalter Pilger anziehen sollte. In unserer Kirche ist die Krypta der älteste Teil des Gotteshauses, der Baubeginn war schon 1885, das bedeutet, dass die Krypta heute (2010) bereits 125 Jahre alt ist. Die Krypta in unserer Kirche ist nie eine Grabstätte gewesen, hier befinden sich aber die Reliquien des Hl. Liborius + Fortunatus. Die Krypta wird heute oft zur Feier der Werktagsmessen genutzt.

     
    ^nach oben     oder weiter zu > A – E     L - T     U - Z

    Farb-Fotos: © 2009-2010 Hubert Deckers, Carsten Dembinski
    SW-Fotos: © Pfarrarchiv St. Joseph
    Texte: H. Deckers
    verwendete Quellen:
    Pfarrarchiv St. Joseph
    Buch „Schalke 91“ von Professor Dr. Hans Jürgen Brandt
    www.christliche-symbole.de/ , www.heiligenlexikon.de/

    Sollten Sie Fragen oder Anregungen zu dieser Seite haben, so wenden sie sich bitte per E-Mail an:
    h-deckers(at)gmx.de   (at)=@