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  • Besonderheiten und Symbole A-E
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    Die Kirche St. Joseph-Schalke
    Besonderheiten - Symbole – Wissenswertes
      
    Wenn Sie in die St. Joseph-Kirche in Schalke eintreten, schauen sich in der Kirche um und lassen Sie bitte den Raum auf sich wirken. Es ist ein Raum, in dem wir still werden können, wo uns andere Worte und Klänge zu Ohren kommen als sonst. Alles in dem Raum möchte zu Ihnen sprechen. Der Kirchenraum beginnt zu erzählen, wenn Sie Augen, Ohren und Herz öffnen. Lassen Sie Ihre Augen durch die Kirche streifen. Sie bleiben haften am Altar, an den Fenstern im Chorraum und an den vielen zum Teil versteckten Symbolen unseres Glaubens. In allem verbirgt sich die Botschaft Jesus Christi.
    Die Baumeister und auch die Künstler, die die Pfarrkirche St. Joseph in Schalke erbauten und künstlerisch ausstatteten, wussten noch viel von der symbolischen Bedeutung eines Gotteshauses. Vieles vom tieferen Sinn eines Gotteshauses und seiner Einrichtung ist heute vergessen, oft wissen nur noch die Experten davon. Aber gerade die St. Joseph-Kirche in Schalke zeigt in ihrer Gebäudeform und ihrer Ausgestaltung sehr deutlich den Sinn der Kirche als Versammlungsort der Gemeinde.
    Ohne eine Kenntnis dieser “Symbol-Sprache” kann man es allerdings nicht erkennen und verstehen. Die Schwierigkeiten mit dem Verstehen von Zeichen und Symbolen zeigt uns, dass unser Gespür für die symbolische, bildhafte Sprache verloren geht. Was z.B. haben Phönix, Fisch und die Himmelsrichtung Osten mit dem Glauben zu tun, was bedeutet eigentlich das Kommunionkleid und warum entzündet man bei der Taufe eine Taufkerze.
    Mit dieser Seite wollen wir auf viele Symbol-Fragen Antwort geben, damit wir manche bisher unentdeckte Zeichen und Symbole in unserer Kirche erkennen und verstehen lernen. Darum wurde auch, wenn möglich, beschrieben, wo das Symbol in unserer Kirche zu finden ist. Zu den meisten Symbolen haben wir auch Fotos eingefügt.
    Außerdem haben wir hier und da Wissenswertes und Besonderheiten eingefügt.
      
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    A
    Acht
    Über die Zahl ACHT finden Sie mehr unter dem Stichwort Zahlensymbolik
     
    Achteckiger Taufstein
    Der achte Tag ist der Tag der Auferstehung und damit Anfang der neuen Schöpfung, der himmlischen Welt. Zu sehen ist ein Achteck in unserer Kirche im Fuß des alten Taufsteins im Querschiff links. Und es ist kein Zufall, dass bei der Taufe das Kind mit Wasser getauft wird. Wasser ist ein Symbol des Lebens, Wasser verbinden wir mit Klarheit und Reinheit. Hier wird ein bewusster Anfang gesetzt, der Anfang eines Weges mit Gott.

    Acht Stufen zum Tabernakel  

    Acht Stufen führen in unserer Kirche vom Kirchenschiff zum Tabernakel. Die Zahl Acht ist hier das Symbol für die Auferstehung und den Neuanfang. Dazu passt auch sehr gut das Auferstehungsfenster direkt oberhalb des Tabernakels. 

    Adler
    Der Adler ist das Symbol des Evangelisten Johannes. Er befindet sich an der Eingangstür im Turm. Der Adler steht für die geistige Kraft des Menschen.
     
    Adventskranz
    Der Adventskranz ist doch eine ganz simple Sache,
    ein aus Tannengrün gebundener Kranz mit vier Kerzen darauf, von denen an jedem Sonntag der Adventszeit eine Kerze mehr angezündet wird – so ist die landläufige Meinung, der Adventskranz steckt aber voller Symbolik. Insgesamt ist er ein Symbol für das sich nähernde Fest der Erlösung der Menschheit aus dem Dunkel von Sünde und Tod. Der grüne Kranz ist also ein Symbol für das Leben, das auch dann grünt, wenn es, wie im Winter, abgestorben zu sein scheint. Die Kranzform ist Symbol für die Gemeinschaft der Christen, das Licht der Kerzen ist seit jeher ein Symbol für Jesus Christus, erst recht im Hinblick auf das Weihnachtsfest, das Fest seiner Menschwerdung. Der Adventskranz ist also ein Zeichen der Hoffnung, dass nicht Dunkel und Tod, sondern Licht und Leben siegen werden. 
     
    Akanthus
    Die Blätter dieser Distelart schmücken oft Säulenkapitelle. Der Akanthus gilt als Symbol für Unsterblichkeit, deshalb finden sich mit Akanthus-Variationen verzierte Säulenkapitelle im Chor von Kirchen, denn hier wird die Auferstehung gefeiert.
       
    Altar
    In der St. Josephs-Kirche sieht man über dem Altarraum eine gewölbte blaue Decke, die so den Himmel symbolisiert.
    Auf der Vorderseite des Altares sind in unserer Kirche sieben Getreideähren zu sehen. Getreideähren sind wegen des aus dem Korn gebackenen Brotes ein Symbol für die Eucharistie, die auch in der Mitte über den Ähren zu sehen ist.
    Sie versinnbildlichen aber auch Wohlstand als Folge reicher Ernteerträge. Die sieben Ähren weisen auch auf die Sieben Sakramente hin, zu denen die Eucharistie gehört. Ebenso die sieben Ähren ein Hinweis auf die Sieben Werke der Barmherzigkeit, in diesem Zusammenhang auf das Werk: Hungrige speisen.
     
    Alpha + Omega
    Alpha und Omega ist der erste und der letzte Buchstabe des griechischen Alphabets, sie symbolisieren Anfang und Ende, aber ebenso auch Gott, denn er ist der Anfang und das Ende, sie sind das Zeichen für die Unendlichkeit Gottes. Im Turm (Westwerk) finden wir das Symbol auf den Türen des Mittelportals. 
     
    Ambo
    Das Wort Ambo stammt aus dem Griechischen und bezeichnet ursprünglich einen erhöhten, durch Stufen zugänglichen Platz in einem Sakralbau. Er zeichnete sich durch eine gute Akustik aus, damit die Worte Gottes für alle gut verständlich sind. Das Zweite Vatikanische Konzil, das in der Zeit von 1962 bis 1965 stattfand, hat den Ambo als den Tisch des Gotteswortes, neben dem Altar, dem Tisch des Sakramentes, wieder neu entdeckt und belebt. Der Tisch des Wortes und der Tisch des Sakramentes bilden eine innere Einheit, denn sowohl in der Verkündigung des Wortes als auch im eucharistischen Mahl schenkt sich uns Jesus. In unserer Kirchen befindet sich der Ambo auf der 4. Stufe links neben dem Altar. Die zuvor genannte Einheit zwischen Ambo und Altar ist auch hier äußerlich zu erkennen, da sie aus dem gleichen Material hergestellt wurden und im Ambo auch eine Ähre zu sehen ist, über die eine Spirale zu erkennen ist, dem Symbol für sich ständig erneuerndes Leben (siehe auch Spirale)
     
    Angelusläuten
    Dreimal am Tag läutet normalerweise die Glocke zum "Engel des Herrn", jeweils morgens, zur Mittagszeit und am Abend. Das Gebet beginnt mit dem Gruß des Engels an Maria, daher "Angelus" (lat. Engel): „Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft - und sie empfing vom Heiligen Geist. Gegrüßet seist du Maria …“
    Auch in unserer Kirche wird regelmäßig das Angelusläuten durchgeführt, morgens um 7 Uhr, mittags um 12 Uhr und abends um 18 Uhr.
      
    Apfel
    In der Bibel ist bereits von der verbotenen Frucht des Baumes in der Mitte des Paradiesgartens die Rede, diese Frucht wird meist als Apfel dargestellt.
    Wir sehen diesen Apfel in unserer Kirche einmal im Chorfenster links bei Adam und Eva im Paradies und auf dem Taufsteindeckel in der Mitte der Kirche. Im Fenster „Hl. Anna Selbdritt“ und auf dem Marienaltar sehen wir das Jesuskind mit einem Apfel in der Hand. Hier ist der Apfel das Symbol für die Erlösung vom Tod, den Tod, den der Apfel mit dem Sündenfall gebracht hat. Die Erlösung vom Sündenfall begann mit der Verkündigung an Maria und wurde mit der Himmelfahrt Christi abgeschlossen. Der Apfel hat aber noch eine andere Bedeutung. Er steht für den Kosmos und für die Erde. Er ist damit das Symbol der Herrschaft in der Hand des Jesuskindes. Der mit einem Kreuz bezeichnete „Reichsapfel“ ist das Symbol der Macht des Herrschers. In unserer Kirche sehen wir diese Abbildung im Marienfenster über dem nördlichen Seiteneingang. Hier hält das Jesuskind den Reichsapfel in der Hand. Maria hat hier nicht wie sonst häufig zu sehen das Zepter in der Hand, sondern einen Palmzweig, sie wird hier als Friedenskönigin dargestellt. Außerdem hält das Jesuskind den Reichsapfel in der Hand im Christophorus-Fenster. 

    Apostelkreuze
    Die Apostelkreuze (Weihekreuze) und Apostelleuchter befinden sich an 12 Stützpfeilern (nie an Säulen) der Kirche. Es sind die Stellen, an denen bei der Kirchweihe der Bischof die Wände mit Chrisam salbte. Sie symbolisieren, dass die Kirche auf dem Fundament der 12 Apostel (Brief an die Epheser, Kapitel 2) aufgebaut wurde. Zu den Aposteln zählen:
     
       1. Petrus (= Simon Petrus)
       2. Andreas (= Bruder des Simon Petrus)
       3. Jakobus (= Bruder des Johannes,
                          Sohn des Zebedäus)
       4. Johannes (= Bruder des Jakobus)
       5. Philippus
       6. Bartholomäus
       7. Simon Kananäus
       8. Matthäus (z.T. auch "Levi" genannt)
       9. Thomas
     10. Jakobus (= Sohn des Alphäus)
     11. Thaddäus(=Judas Thaddäus, Bruder des Jakobus)
     12. Matthias (als Ersatz für Judas Iskariot,
                        der Jesus verraten hat).
     
    Ebenso steht in der Geheimen Offenbarung 21,14 des Johannes: Die Mauer der Stadt [des himmlischen Jerusalem] hat zwölf Grundsteine; auf ihnen stehen die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes”. So sind die Kirchen auch ein Abbild des Himmlischen Jerusalem.
    Die Apostelleuchter brennen am Kirchweihtag und an den Apostelfesten.
    In unserer Kirche finden wir je 6 Apostelkreuze und Apostelleuchter auf der rechten und auf der linken Seite der Seitenwände.
     
    Aschenkreuz
    Am Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit. Die Gläubigen erhalten in den Gottesdiensten das Aschenkreuz. Es symbolisiert die Bereitschaft zu Umkehr und Buße und zugleich die Hoffnung der Christen auf die Auferstehung.
      
     B
    Baum
    Der Baum hat in der christlichen Symbolik zwei verschiedene Bedeutungen, der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse, dem Baum als Symbol des Sündenfalls, um dessen Stamm sich eine Schlange windet. Außerdem symbolisiert das Kreuz den Baum des Lebens, so steht das hölzerne Kreuz als Symbol der Erlösung dem Symbol des Sündenfalls gegenüber. Wir sehen in unserer Kirche beide Symbole. Das Kreuz sehen wir mehrfach, so z.B. hinter dem Tabernakel, oben auf dem alten Taufbecken, auf dem Deckel des Taufsteines in der Mitte der Kirche, die Apostelkreuze, das Vortragekreuz, in Fensterbögen, in mehreren Fenstern als schlichtes Symbol. Den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse mit der Schlange sehen wir im linken Chorfenster unten und auf dem Deckel des Taufstein in der Mitte der Kirche.
     
    Baldachin
    Der Baldachin ist das Symbol für den Himmel und für die Herrscherwürde Gottes. In unserer Kirche finden wir den Baldachin bei der Prozession am Fronleichnamsfest, wo er in der transportablen Ausführungen auf Stangen getragen wird und so als Würdezeichen für die Monstranz mit der Eucharistie dient, die der Priester darunter in den Händen hält.
     
    Blasiussegen
    Der Blasiussegen geht auf das volkstümliche Wunder der Heilung des Jungen mit der Fischgräte zurück, wobei zwei geweihte Kerzen gekreuzt vor den Hals gehalten werden, was bei Halsschmerzen, Ersticken und anderen Halserkrankungen durch die Fürsprache des Hl. Blasius helfen soll. In unserer Kirche können wir den Blasiussegen am Gedenktag des Heiligen, am 03.
    Februar, oftmals auch am Sonntag danach, empfangen. 
     
    Brot und Wein
    Sie sind zentrale Symbole des christlichen Gottesdienstes. Jesus selbst hat im Mahl, das er am Vorabend seines Todes mit seinen Jüngern gehalten hat, das Brot und den Wein als Zeichen seiner Gegenwart bestimmt. Wein ist insbesondere ein Zeichen des Himmels im Unterschied zum Wasser, das in seinen fließenden Wellen die Vergänglichkeit symbolisiert. Wir sehen Brot und Wein beim Gottesdienst bei der Wandlung.
    Als Abbildung finden wir das Symbol im Mosaik oberhalb der rechten Eingangstür außen im Westwerk.
     
    Buch mit sieben Siegeln
    Wer kennt nicht die Redewendung: „Das ist für mich wie ein Buch mit sieben Siegeln“. Sie sagt im übertragenen Sinne aus, dass eine Thematik sehr schwer zugänglich oder schwer verständlich ist. In unserer Kirche ist das aber nicht gemeint. In dem Sinnbild des Lammes wird nach Offenbarung des Johannes 5,12 der sieghafte Christus gesehen, der das mit sieben Siegeln versiegelte Buch der Welt zu entsiegeln würdig ist. Darum ist dieses Zeichen ein Symbol des Leidens und der Wiederkunft Christi.
    Als Abbildung finden wir an unserer Kirche das Symbol im Mosaik oberhalb der linken Eingangstür außen im Westwerk.
     
    C-D
    Chor
    Der vordere Teil des Kirchenraumes wird Chor genannt und ist durch ein großes Kreuz sowie durch den Altar in seiner Bedeutung herausgehoben und meistens erhöht.
    Der Chor hat ursprünglich mit Gesang zu tun. In Abteien und mittelalterlichen Kirchen befindet sich dort das Chorgestühl, das meist in zwei Reihen jeweils an beiden Seitenwänden des Chorraumes angeordnet ist.
    In unserer Kirche zählt der gesamte vordere, erhöhte Bereich zum Chor. Seit dem 2. Vatikanischen Konzil reicht der Chorraum bis in die Vierung, da der Altar zur Gemeinde hin verlegt wurde. Davor schloss der Chorraum mit dem heute noch zu sehenden blauen Gewölbe (Symbol für den Himmel) ab.
     
    Christusmonogramm
    Christus ist eigentlich kein Eigenname, sondern ein Titel. Es ist das griechische Wort für „Gesalbter“, was auf hebräisch „Messias“ bedeutet. Die ersten beiden Buchstaben des Wortes „CHRISTUS“, CH sind im Griechischen ein Buchstabe, nämlich X, unser R entspricht im Griechischen dem P. Beide griechischen Buchstaben benutzen die Christen seit dem zweiten Jahrhundert, um den christlichen Glauben darzustellen und um sich untereinander zu erkennen. Dieses Christusmonogramm ist das am häufigsten verwendete Symbol für Jesus Christus.
    Wir sehen es in der Abbildung rechts im Grundstein unserer Pfarrkirche von 1886. Durch das Christussymbol wird verdeutlicht, dass die Kirche auf Jesus Christus gebaut wurde.
    Heute werden für Christus auch noch andere Symbole verwandt, so z.B.: Lamm, Fisch, Pelikan (s. jeweils dort)
     
    Dreifaltigkeitssymbol
    Das Geheimnis der Dreifaltigkeit wurde durch die christlichen Künstler und Grafiker in vielen verschiedenen Ornamenten und geometrischen Formen dargestellt. Daher finden wir in unserer Kirche auch verschiedene Symbole für die Dreifaltigkeit, die oftmals aber auch eine doppelte Symbolik haben.
    Das bekannteste Symbol ist das Dreieck mit einem Auge. Nach christlichem Glauben gibt es einen Gott in drei Personen (Vater, Sohn und Heiliger Geist). Das Dreieck symbolisiert diese Einheit in drei Personen. Wir sehen dieses Symbol in abgerundeter Form oben im Anna-Selbdritt-Fenster (s. rechts).
    Drei Fische sehen wir in vier Rundfenstern im Obergaden, sie sind das Symbol für das Element Wasser, durch die dreifache Abbildung aber auch ein Symbol für die Dreifaltigkeit.
    Drei Tauben sehen wir in vier Rundfenstern im Obergaden, sie sind das Symbol für das Element Luft, durch die dreifache Abbildung aber auch ein Symbol für die Dreifaltigkeit. Außerdem trägt eine Taube Ölzweige im Schnabel und ist so auch noch das Symbol für den Frieden.
    Drei Hasen sehen wir in vier Rundfenstern im Obergaden, sie sind das Symbol für das Element Erde, durch die dreifache Abbildung aber auch ein Symbol für die Dreifaltigkeit. Die drei Hasen verweisen aber auch auf die enge Verbundenheit zum Erzbistum Paderborn, zu dem St. Joseph bis 1958 gehörte.
     
    E
    Einhorn
    Das Einhorn ist das Symbol der Reinheit. Das Einhorn ist auch das Symboltier Mariens. Wir sehen es im linken Chorfenster unten links, wo Adam und Eva vor dem Sündenfall noch im Paradies sind.
      
    Evangelisten-Symbole
    Wissen Sie eigentlich, welches Lebewesen für welchen Evangelisten steht und wie die Evangelisten zu diesen Symbolen gekommen sind? In den Evangelien selbst kommen diese jedenfalls nicht vor. In der Offenbarung des Johannes werden allerdings vier Lebewesen geschildert, die rings um den Thron Gottes stehen. Johannes benutzt eine bildhafte Sprache, denn sie ähneln irgendwie einem Löwen, einem jungen Stier, einem Menschen und einem fliegenden Adler. Alle haben sie Flügel, daher werden sie oft auch damit dargestellt. Die vier Wesen werden auch als Sinnbilder für Jesus Christus gedeutet.
    An den vier äußeren Kirchentüren im Turm sind die Köpfe dieser vier Lebewesen als Türgriffe zu sehen.
    Ebenso kann man die 4 Symbole der Evangelisten auf der Rückseite des Vortragekreuzes der Krypta sehen
     
     
    Die heutigen Evangelisten-Symbole gehen auf den Kirchenvater Hieronymus zurück. Er bezog sich auf die Anfänge der vier Evangelien:
    Mensch = Matthäus (sein Evangelium beginnt mit der Darlegung der menschlichen Abkunft Jesu),
    Löwe = Markus (das Evangelium beginnt mit dem Täufer Johannes, dem "Rufer aus der Wüste"; Markus wird auch mit dem Löwen dargestellt, weil im Auftreten Jesu die messianische Zeit des Friedens beginnt, in der Kalb und Löwe nebeneinander auf der Weide leben können, weil der Löwe Gras frisst),
    Stier = Lukas (sein Evangelium beginnt mit dem Opfer des Zacharias; Lukas hat den Stier auch deshalb bei sich, weil Jesus am Kreuz geopfert wird und das Kalb bzw. der Stier als Opfertier galt) und
    Adler = Johannes (aus ihm spricht der von oben kommende Geist am mächtigsten). Einige Jahrhunderte brauchte es, bis sich diese Zuordnung des Kirchenvaters in der Kirche durchsetzte.
     
    Ewiges Licht
    Links neben dem Tabernakel brennt in unserer Kirche, wie in allen katholischen Kirchen, eine rote Öllampe. Sie ist Symbol für die Gegenwart Gottes in der Brotgestalt im Tabernakel. Auch wenn alle anderen Lichter in der Kirche gelöscht werden, bleibt dieses Licht brennen. Daher nennt man es das "Ewige Licht". Es ist ein schönes Zeichen und Erinnerung daran, dass Gott da ist, zu jeder Zeit, in unserer Kirche, mitten unter uns. 

     
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    Farb-Fotos: © 2009-2010 Hubert Deckers, Carsten Dembinski
    SW-Fotos: © Pfarrarchiv St. Joseph
    Texte: H. Deckers
    verwendete Quellen:
    Pfarrarchiv St. Joseph
    Buch „Schalke 91“ von Professor Dr. Hans Jürgen Brandt
    www.christliche-symbole.de/ , www.heiligenlexikon.de/

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