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  • Walter Klocke - Vom Entwurf zum fertigen Fenster
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     Walter Klocke *1887 +1965

    -       Ein Genie der Glasmalerei -
     
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    Walter Klocke war Malermeister, Mosaizist und Glasmaler in Gelsenkirchen. Er wurde am 27.08.1887 in Bielefeld als ältestes von 6 Kindern des Druckereibesitzer-Ehepaares August Klocke und seiner Frau Elisabeth, geb. Borgstedt, geboren. Nach dem Schulbesuch und einer Malerlehre absolvierte er ein Volontariat in einer Glasmalerei-Werkstatt. Danach war er Gehilfe eines Kirchenmalers und studierte an verschiedenen Kunstakademien. Seine Arbeiten führten ihn nach Gelsenkirchen, Bielefeld, Düsseldorf und Köln.
    Er war Soldat im Ersten Weltkrieg. 1917 heiratete er Alice Tischler, sie bekamen 3 Kinder. Sein Wohnsitz war bis 1921 in Bielefeld nachweisbar, dort erhielt er auch am 13.5.1921 den Meisterbrief der Handwerkskammer Bielefeld.
     
    1922 zog er auf Anraten des Architekten Josef Franke nach Gelsenkirchen, wo durch den wirtschaftlichen Aufschwung von Kohle und Stahl immer mehr Menschen in diese Region kamen und somit auch immer mehr neue Kirchen gebaut wurden. Um 1937 entwickelte er ein neuartiges keramischen Material für Mosaiken, die in eigener Werkstatt ausgeführt wurden. 1938 richtete er in GE-Rotthausen, zusammen mit dem Bildhauer Wilhelm Burg, den Tiemannshof ein, hier hatte er nun seine Werkstatt und Wohnung. 1955 verlegte er die Werkstatt nach Gelsenkirchen-Sutum auf dem Webershof, dort hatte er hohe Tennenräume für seine Groß-Mosaiken.
    1957 wurde ihm der päpstliche Orden „Pro ecclesia et pontifice" durch Papst Pius XII. für seine Verdienste um die Sakralkunst verliehen. In der Schweiz und in Frankreich studierte er die neue Technik der Betonglasmalerei. Er war Mitglied im Bund Gelsenkirchener Künstler. Sehr viele Kirchen im Gelsenkirchener Stadtsüden und viele nördlich der Emscher, nicht nur im katholischen Bereich, sind von seinen Mosaiken künstlerisch geprägt.
     
    Er war ein sehr vielseitiger Künstler, seine Arbeitsbereiche waren: Farbgestaltung kompletter Räume – einschließlich der Farbfenster, Renovierungen u. Restaurierungen, Mosaiken, Glasmalerei in sehr vielen Sakral- u. Profanbauten mit Schwerpunkt Ruhrgebiet und Sauerland (=ehemalige Bistum Paderborn) und Entwürfe für Goldschmiedearbeiten.
     
    Zu den bedeutendsten Werken seines Schaffens zählen in den verschiedenen Disziplinen folgende Werke:
     
    Glasmalerei: 3-teiliges Chorwand-Fenster im Dom zu Paderborn, 1952/1953, Motiv: Das "CREDO" in Bildern,
    Foto oben rechts ^
    und natürlich die Fenster von St. Joseph in Schalke.
     
    Mosaik:     Chorwand-Mosaik im St. Mariä Himmelfahrt in Gelsenkirchen-Rotthausen, seiner langjährigen
                                             Heimatpfarrei
     
    Entwürfe für Goldschmiedearbeiten: Tabernakel und Triumphkreuz in St. Franziskus, Gelsenkirchen-Bismarck
    ^ Foto oben links
     
      
     
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     Fenster von Walter Klocke sind in folgenden Kirchen im Ruhrgebiet
    lt. „Forschungsstelle Glasmalerei des 20. JH e.v.“ zu finden
    (Stand 2011):
    Bochum, Kath. Kirche Heilig Kreuz
    Bochum, Kath. Kirche St. Joseph
    Bochum-Dahlhausen, Kath. Kirche St. Michael
    Bochum-Grumme, Kath. Kirche St. Liborius
    Bochum-Stiepel, Wallfahrtskirche St. Marien
    Bochum-Wattenscheid, Kath. Kirche St. Pius
    Bochum-Wattenscheid, Kath. Propsteikirche
                                         St. Gertrud von Brabant
    Bottrop, Kath. Kirche Herz Jesu
    Bottrop, Marienhospital
    Dortmund, Kath. Kirche St. Aposteln
    Dortmund, Kath. Kirche St. Michael
    Dortmund-Asseln, Kath. Kirche St. Joseph
    Dortmund-Hombruch, Kath. Kirche St. Clemens
    Dortmund-Kurl, St. Johannes Baptista
    Essen-Burgaltendorf, Kath. Kirche Herz Jesu
    Essen-Katernberg, St. Albertus Magnus
    Gelsenkirchen, Propsteikirche St. Augustinus
    Gelsenkirchen-Bismarck, Evang. Christuskirche
    Gelsenkirchen-Bismarck, St. Franziskus
    Gelsenkirchen-Buer, Evang. Apostelkirche
    Gelsenkirchen-Buer-Erle, St. Suitbert
    Gelsenkirchen-Feldmark, St. Antonius
    Gelsenkirchen-Neustadt, Liebfrauenkirche
    Gelsenkirchen-Rotthausen,St. Mariä Himmelfahrt
    Gelsenkirchen-Schalke, St. Joseph
    Gelsenkirchen-Ückendorf, Kath. Kirche St. Josef
    Hattingen, Altenheim St. Josef
    Hattingen, Kath. Kirche St. Peter und Paul
    Hattingen-Welper, Kath. Kirche St. Joseph
    Herne-Baukau, Kath. Kirche St. Marien
    Herne-Sodingen, Kath. Kirche St. Peter und Paul
    Herne-Sodingen, Marienhospital Klinik Börnig
    Herne-Wanne-Eickel, Kath. Kirche Herz Jesu
    Lünen, Kath. Kirche Herz Jesu
    Lünen-Brambauer, Kath. Kirche Herz Jesu
    Lünen-Süd, Kath. Kirche Heilige Familie
    Waltrop, Kath. Kirche St. Marien
     
    Andere Kirchen mit Kunstwerken von
    Walter Klocke (unvollständig):
    Jünkerath, St. Michael – Tabernakel   
    Paderborner Dom – Chorfenster        
    Gelsenkirchen, jüdische Synagoge
    Soester Dom - Fenster
    Werl, St. Peter – Fensterrosen
    Verne, Wallfahrtskirche – Fenster
    Bremen, Propsteikirche St. Johann – Fenster
    Manila/Philippinen, Christkönigskirche - Fenster
    Tapinglin/Taiwan, Trinity Church                           ^ Fenster der Wallfahrtskirche
                                                                                                Bochum-Stiepel
      
     
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     In zwei Veröffentlichungen fand ich interessante Kommentare zu Walter Klocke: 

    Eckhard Hoog:

    Leuchtendes Kulturgut in Gefahr, in: Aachener Zeitung, 1.10.2010.