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  • KOLPING und ISLAM-Begegnung
  • Integration möglich

    Im September 2010 machten sich zahlreiche Mitglieder der Kolpingsfamilien, die in der Pfarrgemeinde St. Joseph in Gelsenkirchen-Schalke zuhause sind und zahlreiche Gemeindemitglieder in einer Bildunsgveranstaltung zum Thema ISLAM schlau. "Was Muslime glauben", war das Thema, zu dem der Islambeauftragte der kath Stadtkirche Gelsenkirchen, Dr. Detlev Schneider-Stengel, Rede und Antwort stand.
    Aus dieser Thematik erwuchs der grosse Gedanke der Teilnehmer, sich auch persönlich mit einem Moscheeverein zu treffen und in einer Moschee noch mehr von den "anders-Gläubigen" zu erfahren.

    Ende Januar fand dann unter grosser Beteiligung dieser Besuch in der Moschee der VIKZ-Gemeinde an der Kurt-Schumacher-Str. statt, selbstverständlich respektierten alle beim Eintritt die Geste, die Schuhe auszuziehen und waren mit vielen Fragen dabei, die im Vorfeld des Abends schon allen auf der "Seele brannten."

    Dann wurden die Teilnehmer von dem zuständigen Iman und dem Vorsitzenden des Gebetsvereines eingeladen, am Abendgebet der Muslime teilzunehmen.
    Viele waren bereits zu diesem Zeitpunkt begeistert über diese gelebte Offenheit und nach dem 1/2-stündigen Gebet, gab es viele weitere Fragen zum Gebet, zur Predigt an einem Freitagsgebet, zu Annäherungen zwischen Muslimen und Christen. Alle waren erstaunt, als Ihnen die letzte Predigt in deutsch verlesen wurde, sie hätte in jeder christlichen Kirche gehalten worden sein, da war nichts von Haß-Parolen oder sonstiger Häme.

    Nach dem Abendgebet waren alle noch einige Stunden unkompliziert zusammen bei Tee und Gebäck und genossen die Gastfreundschaft. "Sie kamen als Fremde und gehen als Freunde", so der örtliche Vorsitzende des Moscheevereines.
    So wurden weitere Gespräche und Einladungen verabredet, unter den Teilnehmern war auch der örtliche Pfarrer von St. Joseph Schalke, Hans-Thomas Patek, der diesen Dialog ausdrücklich begrüsste und der Kolpingsfamilie Mut machte, diesen Faden weiter zu spinnen.
    Zum Ende des letzten Ramadans war der Pfarrer bereits zum Fastenbrechen eingeladen worden und hatte im Advent eine Gegeneinladung zu einer besinnlichen Adventsstunde ausgesprochen, an der zwei Mitglieder des Moscheevereines begeistert teilnahmen.

    "Wir sind auf einem guten Weg, mehr über unseren Glauben zu erzählen und mit Respekt vom anderen Glauben zu erfahren", so die Verantwortlichen von Kolping, "wir leben schließlich Tür an Tür miteinander und wollen die Zukunft gemeinsam hier vor Ort gestalten".

    Ein eindrucksvoller Abend.